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bescheiden  unter  großen  Entschuldigungen  binweg,  und  der
Kellner  leuchtete  ihn  zum  Hause  hinaus.

Am  andern  Morgen  kam  unser  Wirth  zu  uns,  und
entschuldigte  sich,  daß  der  Kellner  aus  Unachtsamkeit  das
Haus  nicht  geschlossen,  und  den  tollen  Menschen,  welcher
  uns  eine  so  unruhige  Nacht  verursacht,  wieder  bereingelassen
  hätte.  Der  Wirtb  glaubte  indessen,  daß  die
Frau  und  der  Mann  mit  einander  einverstanden  gewesen,
um  ihn  auf  diese  Art  um  zwei  Tage  Kost  und  Logis,  und
vielleicht  auch  selbst  uns  um  etwas  Mehreres  zu  prellen.
Wir  theilten  übrigens  diese  Meinung  nicht,  und  suchten
ibm  wenigstens  die  Frau  als  ehrlich  und  honnet  zu  schildern,
  was  ihm  aber  nicht  einleuchtete,  denn  er  bielt  nun
einmal  diese  Geschichte  für  ein  abgeredetes  Spiel.  Wäbrend
  wir  beim  Mittagessen  am  Dessert  saßen,  kam  auf  einmal
  unser  Held  mit  seiner  Dame,  welche  außerordentlich
weinte,  ganz  beschämt  zu  uns  auf  unser  Zimmer,  um
uns  wegen  seiner  Unart,  die  er  uns  die  Nacht  zuvor  gemacht,
  um  Verzeihung  zu  bitten.  Dabei  äußerte  er  verlegen
  und  stotternd,  daß  er  seine  Frau  anfangs  bei  dem
Vetturin,  mit  dem  sie  hierher  gefabren,  als  dem  einzigen
Menschen,  welchen  sie  in  Mailand  kenne,  gesucht;  und
da  er  sie  bei  demselben  nicht  gefunden,  so  bätte  er  ganz
sicher  geglaubt,  sie  habe  sich  in  unser  Zimmer  gestöüchtet.
Sobald  er  sich  aber  vom  Gegentheil  überzeugt,  seo  er
auf  die  Hauptwache  gegangen,  und  habe  daselbst  erfabren,
  daß  an  der  Porta  nach  Lodi  ein  fremdes  Frauenzimmer
  arretirt  worden,  welches  spät  noch  ohne  Paß  zum
Tbore  hinaus  reisen  wollen.  Er  wäre  desbalb  dabin  gegangen,
  und  hätte  sie  wirklich  gefunden.  Zugleich  erbor