rubenden  Eises  oft  etwas  Schauerliches  haben,  so  daß
uns  deren  Anblick  oft  mehr  überrascht,  als  erfreut.

Dasselbe  verschtedene  Gefühl  gab  mir  der  Anblick  von
Werken  der  Architektur.  Mein  erustes  Studium  der  Bauwerke
  in  Italien  mußte  meine  Begriffe  von  der  Kunft
sebr  verändern,  und  indem  ich  auf  die  Grundsätze  der  alten
  Archttektur  einging,  wollte  ich  dieselbe  später  auch
bei  Gebäuden  in  Deutschland  zum  Magaßstabe  nehmen.
Allein  mit  Ausnahme  der  sogenannten  gothischen  Architektur,
  die  ganz  originel  und  in  sich  abgeschlossen  ist,
mußten  mir  die  modernen  Gebäude,  die  ich  sonst  so  schön
und  in  allen  Theilen  kenntnißvoll  angeordnet  gefunden,
jetzt  weniger  vollkommen  erscheinen;  darum  trug  ich  mich
auch  schon  bei  meiner  Heimfebr  aus  Italien  mit  dem
Gedanken,  in  meinem  deutschen  Vaterlande,  wo  ich  meine
erlernte  Kunst  nun  auszuüben  gedachte,  besonders  auf  die
Verbesserung  der  deutschen  Baukunst  durch  Bildung  junger
  Architekten  und  Handwerker  zu  wirken,  und  dabel
von  der  ersten,  sichern  Grundlage  auszugehen,  daß  überall
im  Kunstgebiete  nichts  Erspriebliches  zu  Stande  gebracht
werden  kann,  ohne  eine  vorgängige  richtige  und  gründliche
  Anücht  des  Ganzen.

Mit  dergleichen  Sdeen  und  Betrachtungen  über  mein
künftiges  Dienstleben  langte  ich  mit  meinem  Freunde
Escher,  nachdem  wir  zuvor  Hrn.  Prof.  Maier  in  seinem
Geburtsorte  Stäffen,  am  Zürcher  See,  zurückgelassen,  endlich
  in  Zürich  an,  wo  ich  das  Vergnägen  hatte,  von  den
verehrten  Eltern  meines  Freundes  ganz  liebreich  und
freundschaftlich  aufgenommen  zu  werden.  Wöbrend  der
Zeit,  daß  ich  bei  dieser  trefflichen  Familie  verweilte,  hatte