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Mechanik  noch  einmal  durch,  und  besprachen  sich  über  die
Anwendung  derselben.

Im  März  1788  begannen  Weinbrenners  Wanderjiahre,
aber  im  edlern  Sinne  des  Wortes,  obngefähr  wie  bei
Goetbes  Wilbelm  Meister.  Sein  erster  Ausflug  war  nach
Zürich,  wo  er  bei  Schneider  als  Palier  aufgenommen
wurde.  Hier  fand  er  die  erste  Gelegenheit  bei  einigen
neuen  Bauten,  deren  Aufsicht  ihm  vertraut  ward,  seine
Kenntnisse  in  der  Holzconstruction  zu  erweitern  und  zu
vervollkommnen.  Bald  gewann  er  sich  auch  durch  sein
Streben  und  sein  Benehmen  die  freundschaftliche  Zuneigung
von  Lavater,  der  so  gern  junge  Künstler  an  sich  zog;  er
wurde  mit  Escher  und  andern  wackern  jungen  Männern
bekannt,  die  seine  Freunde  blieben  durch's  ganze  Leben.

Der  Anblick  der  großen,  majestätischen  Schweizernatur,
  und  einzelne  treffliche  Kunstwerke,  die  er  in  Zürich
fand,  besonders  aber  der  Umgang  mit  Lavater  und  andern
geistvollen  Männern  mußten  auf  seinen  empfänglichen
Sinn  eine  tiefe  Wirkung  bervorbringen.  Wenn  aber  nur
erst  in  der  Brust  des  begeisterten  Jünglings  das  Streben
nach  einem  schönen  Ziele  geweckt  ist,  wenn  zu  dem  Gefüble
  seiner  Kraft  nun  das  Gefühl  dessen  kommt,  was  er
sich  mit  dieser  Kraft  selbst  noch  erringen  muß;  wenn  die
Welt,  in  die  er  treten  will,  nicht  mehr  blos  in  dunkeln
Nebelbildern  vor  ihm  liegt,  sondern  die  Ferne  sich  bereits
in  bestimmten  Umrissen  zu  gestalten  anfängt,  dann  beginnt
  eigentlich  die  schönste  Periode  seines  Dasepyns.  Die
Neugriechen  haben  einen  sinnvollen  Ausdruck,  den  sie  brauchen,
  wenn  sie  ibre  Kinder  auf  eine  höbere  Schulanßalt
bringen.  Gehe  bin,  und  werde  ein  Mensch,  sagen  sie.