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der  Bewohner  an,  der  mit  dem  seinigen  so  sebr  übereinstimmte;
  aber  vor  ihm  lag  noch  ein  anderer  und  weiter
Weg.  .

Mit  freundlichen  Erinnerungen  an  die  Kaiserstadt,
die  ihn  noch  bis  in  sein  Alter  begleiteten,  und  nachdem
er  vorher  noch  einen  Abstecher  nach  Ungarn  gemacht,
wendete  er  sich  jetzt  nach  den  Ufern  der  Elbe,  wo  in  dem
reizenden  Dresden  die  kunst=  und  prachtltebenden  Auguste
einen  Reichthum  von  Kunstwerken  aller  Art  zu  sammeln
gewußt,  und  der  Einftuß  derselben  auf  Geschmack  und
geistige  Bildung,  auf  Regsamkeit  und  das  Leben  überhaupt
  sich  sehr  erfreulich  zeigt.  Leider  wird  bier  dem
Fremden  der  Zutritt  zu  den  Schätzen  der  Gallerie  u.  s.  w.
etwas  erschwert,  wie  denn,  ohne  besondere  Erlaubniß,
ein  Bild  nicht  einmal  ganz  copirt  werden  darf,  und  schon
das  Sehen  Geld  kostet.  Zum  Glück  besaß  Weinbrenner
eine  Empfeblung  Edelsheim's  an  den  damaligen  Minikter,
der  ihn  mit  Güte  aufnahm,  und  ihm  Gelegenbeit  verschaffte,
  alles  ihm  Interessante  mit  Muse  zu  betrachten.

Unter  den  Malern  zog  ihn  besonders  Correggio  an,
dessen  Prinzip  ein  wahrhaft  musikalisches  if,  indem  es
auf  einer  wunderbaren  Abstufung  der  Töne  beruht,  und
eben  dadurch  seine  nahe  Verwandtschaft  mit  dem  Architektonischen
  begründet.

In  Dresden  verweilte  Weinbrenner  nur  kurze  Zeit;
es  war  noch  immer  sein  Vorsatz,  nach  Beendigung  seiner
Neisen  in  die  Heimath  und  zum  väterlichen  Gewerbe  zurückzukehren;
  darum  wollte  er  die  Zeit  sparsam  brauchen,
und  sich  nicht  zu  sehr  in  eine  Welt  vertiefen,  der  er
nachher  wieder  entsagen  sollte.