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Weinbrenner,  der  keine  Zeit  verlieren  wollte,  gab
sich  nun  an  seine  Studien.  Die  alten  Theater,  Thermen,
  Tempel,  Wasserleitungen,  Monumente,  so  wie  die
Kirchen  und  Paläste  des  neuen  Rom's,  enthbielten  reichen
Stoff  für  seinen  Forschungegeist.  Bei  allem  Entbußasmus,
  womit  er  in  diese  neue  Welt  trat,  feblte  es  ihm
weder  an  Besonnenbelt  noch  an  Mutb  und  Ausdauer.
Er  wurde  bald  gewabr,  daß,  um  die  Werke  des  Altertbums
  ganz  zu  begreifen,  man  mit  der  Geschichte,  mit
der  Religton,  mir  der  Verfassung  und  den  Sitten  seiner
Völker  bekannt  seyn  müsse.  Hierin  war  er  aber  in  seiner
JZugend  versdumt  worden.  Er  begann  nun  die  Schriften
des  Livius,  des  Vitruv  und  anderer  Klasstker  in  Uebersebungen
  zu  lesen,  und  damit  die  neueren  Werke  eines
Balladio,  Winkelmann,  Bisconti  u.  f.  w.  zu  verbinden.
Dazu  bot  ihm  die  vatikanische  Bibliothek,  besonders  aber
die  Bibliotbeken  einiger  Klöster,  welche  den  Fremden  mit
der  größten  Humanität  geösfnet  werden,  die  bequemste
Gelegenbeit.  Manches  blieb  ihm  jedoch  dunkel  und  unverständlich;
  da  fügte  es  sein  gutes  Glück,  daß  er  mit
Zoega  in  näbere  Bekanntschaft  kam.  Im  Umgange  mit
diesem  gründlichen  Kenner  des  Alterthums,  der  dabei  ein
sebr  edler  Mensch  war,  berichtigten,  erweiterten  und  ergänzten
  sich  Weinbrenners  Kenntnisse,  und  er  lernte  immer
  den  Geist  des  Alterthums  und  der  Kunst  besser  verfteben.


Den  Tag  brachte  er  meist  mit  Beichnen  und  Nachforschungen
  über  die  Technik  der  alten  Architektur  hin,
den  Abend  im  geselligen  Kreise  von  Künstlern  und  Kunßfreunden,
  unter  denen  damals  C.  Reinhard,  Koch,  Rbode,