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schon  hatten  Genua  und  Venedig',  mit  Unterwürsigkeit,
die  Revolution  in  ibren  Schooß  aufgenommen;  schon
standen  die  Heere  der  großen  Republik  bereit,  nach  Rom
zu  zieben,  und  dort,  vom  Kapitol,  die  Herstellung  der
curulischen  Stühle  zu  verkünden.

Weinbrenner  verließ  jetzt  (1797)  Rom;  und  der  Abschied
  aus  dem  schönen  Lande,  in  welchem  er  sechs  Jahre
zugebracht,  und  an  dessen  Aschengluten  sich  sein  Genius
entzündet  hatte,  ward  ihm  nun  weniger  schwer,  als  er
ibm  unter  andern  Umständen  geworden  wäre.  Er  nahm
den  Rückweg  über  die  Schweiz,  und  durch  das  obere
Elsaß.

In  Straßburg,  wo  er  mebrere  Tage  verweilte,  lernte
er  seine  nachberige  Gattin  —  eine  Tochter  aus  der  geachteten
  Familie  Arnold  —  kennen.  Bei  seiner  Ankunft  in
Karlsrube  war  ihm  ein  günftiger  Ruf  bereits  vorangegangen.
  Der  Markgraf  Friedrich  stellte  ibn  als  Bau-Inspektor
  an.  Man  wollte  den  damaligen  Bau-Inspektor
Müller  nicht  zurücksetzen,  und  ernannte  diesen  zum  Bau-Direktor.


Weinbrenner  batte  nun  einen  Wirkungskreis  gefunden,
  und  es  wurde  ihm  bald  eine  Gelegenbeit,  sich  als
Künstler  zu  zeigen.  Die  jüdische  Gemeinde  verlangte  von
ihm  einen  Plan  zu  einer  Sonagoge,  den  er  auch  sogleich
entwarf.  Man  erkannte  schon  in  diesem  ersten  Werke  den
denkenden  und  selbstschaffenden  Architekten,  der  sich  nicht
mit  der  ersten  besten  gefälligen  Form  begnügt,  sondern
diese  überall  der  Idee  unterordnet,  und  seinem  Werke  ein
unterscheidendes  charakteristisches  Gepräge  aufzudrücken
weiß.  Der  erste  Blick  auf  dieses  Gehäude  zeigt,  daß  es