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das  Können  in  Anspruch,  je  nach  dem  verschiedenen
Maaß  von  Kraft,  nach  der  Individualität  eines  jeden
Lehrlings.

Weinbrenners  Geist  war  zu  reich,  zu  vielfeitig  gebildet,
  er  kannte  zu  gut  den  Zusammenhang  zwischen  Kunß,
Wissenschaft  und  Leben,  um  seine  Schülerch  pedantisch
inner  der  Schranke  seiner  Schule  feß  zuhalten.  Er  machte
sie  aufmerksam  auf  den  Werth  der  Malerei,  der  Plastik,
der  Poesse;  er  veranlaßte  sse,  meinen  Wintervorlesungen,
die  ich  seit  acht  Jahren  über  Aesthetik,  Kunstgeschichte,
deutsche  Kulturgeschichte  2ce.  (die  ersten  [Jahre  in  seinem
  Hause)  bielt,  beizuwohnen,  sich  mit  einzelnen
Hülfswissenschaften  der  Architektur  bekannt  zu  machen;
überhaupt  war  er  unablässig  bemüht,  ihr  Gefühl  zu  erwärmen,
  den  Kreis  ihrer  Ideen  zu  erweitern,  und  ihren
Bestrebungen  die  Richtung  nach  dem  Ziele  zu  geben,  welches
  sie  sich  vorgesteckt  hatten.

Er  besaß  eine  ausgesuchte  Sammlung  von  Handzeichnungen,
  Kupferwerken,  Schriften  über  Architektur,
alte  Kunst  2c.  2c.  —  unentbehrliche  Hülfsmittel  für  eine
Anstalt,  wie  die  seinige.

Sein  redlicher  Eifer  blieb  auch  nicht  unbelohnt.  Gegen
  bundert  junge  Architekten  sind  aus  seiner  Schule
hervorgegangen,  die  seinem  Namen  Ehre  machen,  und  in
verschiedenen  Gegenden  Deutschlands,  der  Schweiz  2c.
die  Kunst  ihres  Meisters  mit  schönem  Erfolg  üben.  Mehrere
  Regierungen  schickten  ihm  talentvolle  Jünglinge  zu,
die  sich,  unter  seiner  Leitung,  ausbilden  sollten.

Mit  demselben  Ernst,  mit  derselben  raßlosen  Thbätigkeit,
  die  in  seinem  Institut  walteten,  besorgte  er  auch