Vorschlaͤge:  deren  Ausfübrung  ibm  nützlich  oder  ebrenvoll
erschien;  oft  gab  er,  unaufgefordert,  Gutachten  ab,  wenn
er  das  Rechte  und  Gute  gefäbrdet  glaubte.  Jön  schreckte
keine  Furcht  vor  Mißdeutung,  vor  Verkanntwerden.

Wer  von  Weinbrenner  auch  nichts  wüßte,  wer  von
ibm  nichts  geseben  bätte,  als  die  Arbeiten,  die  er  in  dem
Bauamt  ausfertigte,  der  würde  schon  die  große  Thätigkeit
  dieses  Mannes  bewundern.  Diese  Thätigkeit  war
auch  sein  Lebenselement;  er  war  nur  glücklich,  wenn  er
wirken  und  schaffen  konnte.  So  blieb  er  bis  zum  Ende
seines  Lebens.

Es  würde  in  rein.  architektonischer  und  in  polizeilicher
  Hinsicht  wichtig  seon,  manche  Bedenken,  Gutachten,
  Entwürfe  und  Vorschläge  des  trefflichen  Mannes
dem  Aktenstaube  und  der  Vergessenbeit  zu  entreißen,  und
für  den  gemeinnützlichen  Gebrauch  zugänglich  zu  machen.
Seine  hierber  gebörigen  Arbeiten  verbreiten  sich  über  alles,
  was  nur  irgend  im  Bereiche  der  Bankunst  liegt;
und  viele  derselben,  z.  B.  über  Einrichtung  von  Bädern,
Gefängnissen,  über  den  Bau  eines  Kanals,  der  Karlsruhe
mit  dem  Rbein  in  Verbinmdung  setzen  sollte  (wobei  er  die
reichen  und  gründlichen  Vorarbeiten  unsers  wackern,
vielverdienten  Tulla  benutzte);  seine  meist  scharfsinnigen
und  glücklichen  Lösungen  von  Schwierigkeiten,  welche
das  Terrain  da  und  dort  einem  Bau  entgegensetzt,  so
wie  manche  andere  Aufgaben  enthalten  einen  Schatz  für
junge  Architekten  und  Geschäftsmänner,  deren  Wirkungskreis
  in  dieses  Feld  eingreift.  In  allen  diesen  Verrichtungen
  bewieß  er  einen  Eifer,  eine  Redlichkeit  und
Treue,  wie  sie  nicht  bäufig  erscheinen.  Noch  in  den  letz-