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Bei  Aufführung  dieses  Gebäudes  batte  Weinbrenner  mit
einer  großen  Schwierigkeit  zu  kämpfen.  Von  den  ehrwürdigen
  Eichen,  die  im  Wege  kanden,  sollte  keine  gefällt
  werden.  Es  blieb  daher  nur  übrig,  den  Aba,  der
den  Garten  von  der  Straße  trennt,  zu  durchschneiden,
und  das  Gebäude  auf  den  Weg  hinauszurücken.  Dadurch
wurde  allerdings  die  gerade  Linie  vom  Karlsthore  bis
zum  Ettlinger  Thor  unterbrochen,  und  man  beforgte  eine
unangenehme  Störung.  Der  Meister  drang  jedoch  mit
seinem  Plane  durch,  und  der  Erfolg  hat  bewiesen,  daß
die  Unterbrechung  kaum  bemerkt  wird,  und  dem  Auge  sogar
  woblgefällig  erscheint.  An  dem  Thurme  könnte  man
die  modernen  Balkone  tadeln,  wenn  nicht  gerade  wieder
dieses  Moderne  den  schroffen  Gegensatz  etwas  milderte,
den  das  Altertbümliche  bier  mit  den  benachbarten  Gebäuden
  bervorbringen  muß.

An  der  Kaserne  zeigt  sich  wieder  eine  schöne  Eigentbümlichkeit
  Weinbrenners,  das  Charakteristische.  Keines
seiner  Gebdude  läßt  in  Zweifel  über  die  Befiimmung  desselben.
  Immer  weiß  er  die  Form  mit  dem  Begriffe  in
vollkommene  Uebereinstimmung  zu  bringen.

Die  katholische  Kirche  bat  dem  Künstler  manchen  unverdienten
  Vorwurf  zugezogen.  Es  ist  eine  schöne  Rotunde
  mit  einem  eben  so  schönen  Portikus,  an  welche,
seltsam  genug,  ein  deutscher  Thurm  hinten  angeklebt
wurde.  Dieser  Thurm  gebörte  aber  keineswegs  in  Weinbrenners
  Plan.  Nach  diesem  wäre  die  Säulenlaube,  nach
beiden  Seiten  hin,  fortgesetzt  worden,  und  hätte  sich,
rechts  und  links,  an  zwei  Glockenthürme  angeschlossen.
nebrigens  möchte  die  Notunde  schwerlich  dem  Begriff