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und  den  Bedürfnissen  einer  katbolischen  Kirche  ganz  entsprechen.
  Die  Kanzel,  die  Orgel,  die  Settenaltäre,  die
Beichtstähle  2e.,  werden  immer  störend  wirken.

Bei  der  edel  und  großartig  stylisirten  evangelischen
Kirche  mußte  er  sich  nach  dem  Raume  bequemen.  Die
schmale  Breite  stebt  hier  mit  der  Länge  in  keinem  geftlligen
  Verbältnisse.  Außerdem  schadet  es  dem  Gebäude,
daß  es  zwischen  zwei  andere  eingeklemmt  werden  mußte.
Eine  Kirche,  ein  Palast,  ein  Monument  sollten  immer
frei  stehen.  Ihre  Verhältnisse  werden  dann  dem  Auge
nicht  entrückt,  und  indem  sie  durch  die  Totalität  ihrer
Gestalt  erfreuen,  dienen  sie  zugleich  offenen  Plätzen  zur
angemessensten  Verzierung.

Der  Garten,  den  die  humane  und  kunsliebende  Frau
Markgräfin  Friedrich  anlegen  ließ,  um  eine  Lieblingsidee
ihres  verstorbenen  Gemahls  in's  Leben  zu  rufen,  und  dadurch
  sein  Andenken  zu  ehren,  wird  immer  ein  schönes
Denkmal  von  Weinbrenners  genialem  Geiste  bleiben,
wenn  auch  lgerade  hier  der  wackre  Meister  mit  seinen
Ideen  am  wenigsten  verstanden  und  begriffen  werden
sollte.  Das  größte  Lob  für  den  Meister  liegt  in  der  Wirkung,
  welche  das  Hauptgebäude  mit  seinen  freundlichen,
mannichfachen  Umgebungen,  auf  empfängliche  Gemäther
macht,  die  noch  nicht  in  falschen  Ansschten  befangen  sind,
und  den  frischen,  lautern  Natursinn  noch  in  sich  erhalten
baben.  Ich  habe  diesen  Eindruck  mit  Ueberraschung  bemerkt,
  aber  ach!  es  knäpft  sich  ein  schmerzliches  Gefähl
an  die  Erinnerung  davon!