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Wie  jeder  Känftler  sich  gefällt  im  fortwäbrenden
Schaffen  und  Bilden  (denn  darin  liegt  ja  das  Element
seines  innern  Lebens,  und  der  Zusammenbang  desselben
mit  dem  äußern),  so  war  dies  auch  der  Fall  bei  Weinbrenner.
  Früher  wurde  ihm  die  Gelegenbeit  nicht  so
busig  zu  Tbeil,  als  er  es  wohl  wünschen  mochte.  Aber
ein  reiches  Feld  öffnete  sich  für  seine  Neigung  unter  der
gesegneten  Regierung  Ludwig  Augusts,  der  nicht  blos
darauf  Bedacht  nabm,  seine  Residenz  zu  verschönern,  sondern
  zugleich  der  Stadt  Karlsrube  (die  weder  eine  Feldmark
  beützt,  noch  sich  durch  Industrie  und  Handel  so  leicht
beben  kann)  ergiebigere  Nabrungsquellen  zu  öffnen.  Sparsamkeit
  und  strenge  Ordnung  im  Staatshaushalt  setzten
den  Fürsten  in  den  Stand,  in  einer  vielfach  beengten
Zeit,  Unternehmungen  auszufübren,  die  ihm  den  Ruhm
eines  zweiten  und  eigentlichen  Stifters  von  Karlsrube
erwerben  müssen.  In  kurzer  Zeit  wurden  (unter  Weinbrenners
  Leitung  und  nach  seinen  Rissen)  das  Müblburger
  Tbor,  das  Ständebaus,  das  Ratbbaus,  die  Wasserleitung
  mit  den  Brunnen,  das  Denkmal  des  Erbauers
von  Karlsruhe,  errichtet,  und  der  Grundstein  zur  Münze
gelegt,  deren  Vollendung  er  nicht  mebr  erleben  sollte.
Beim  Ständehaus  wurden,  während  des  Baues,  Abänderungen
  mit  seinem  Plane  vorgenommen,  was  ihn  tief
kränkte.  Er  ließ  darum  seine  Zeichnungen  zu  diesem  Gebäude
  (Grundriß,  Durchschnitt,  perspectivische  Anscchtc.)
litbograpbiren,  und  verfertigte  eine  Beschreibung  dazu,
welche  zum  Druck  bereit  liegt.

Eines  seiner  ausgezeichnetsten  Gebäude  ist  das  neue
Kathhaus.  Auch  hier  machte  die  Localitt  den  Plan

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