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schwiertg.  Ein  Tbeil  des  frübern  Plans  war  bereits
(auf  der  Nord--  und  Oftseite)  ausgeführt,  und  der  Platz
an  der  Südseite  von  irregulärer  Form.  Nach  der  erstern
Absicht  des  Künstlers  sollte  das  Gebäude  zwar  seine  gegenwärtige
  Höhe,  aber  nur  zwei  Geschosse  erbalten.  Allein
  das  Bedürfniß  einer  großen  Menge  von  Zimmern
und  Sälen  zu  Wohnungen  der  Civil=  und  Pollzeibeamten,
  zu  den  Sitzungen  des  Magistrats,  für  die  Regiftraturen,
  für  das  Lager-  und  Waghauspersonale  rc.
erforderte  ein  drittes  Geschoß.  Zugleich  mußte  Raum
bleiben  für  den  Gefängnißtburm.  Weinbrenner  gab  bier
einen  glänzenden  Beweis  von  seiner  seltenen  Combinationsgabe.
  Der  innere  Raum  ist  mit  der  größten  Umsicht
  benutzt,  und  dabei  auf  häusliche  Bequemlichkeit
Krenge  Rücksicht  genommen.  Das  Ganze  ist  einfach,  zierlich
  ohne  alle  Verschnsrkelungen,  von  trefflichen  Verbältnissen,
  nur  das  Portal  vielleicht  etwas  zu  kleinlich.  Der
Thurm  bat  eine  schöne,  großartige  Form,  und  zeigt  von
seiner  Gallerie  ein  reizendes  Panorama  der  Stadt  und
ibrer  nahen  und  feryen  Umgebung.  Die  Gefängniße
sind  in  die  hintere  Seite  des  Gebäudes  gelegt,  und  dem
Auge  so  viel  als  möglich  entzogen;  gebörig  fest,  sicher,
aber  nicht  dumpf,  lichtleer  und  ungesund.

Ohngefähr  gleichzeitig  mit  seinen  neuesten  und  letzten
  Gebäuden  in  Karlsruhe  fübhrte  er  auch  mebrere  in
Baaden  auf,  worunter  wir  hier  nur  die  Dampfbäder,
das  Reservoir  mit  der  Säulenhalle  darüber,  und  das  Conversationshaus
  auf  der  Promenade  bemerken  wollen.  Besonders
  muß  das  letzte  als  eine  seiner  trefflichsten  Produktionen
  erkannt  werden.  Es  vereinigt  die  ihm  eigen-