gleichzeitig  einen  Hbriß  der  Geschichte  jedes  einzelnen  Ordens
mit  Einschluß  der  wichtigsten  Bestimmungen  der  Satzungen.  Mit
Recht  hat  der  Verfaller  neben  den  eigentlichen  Ritterorden  den
leines  Erachtens  in  viel  zu  geringer  Zahl  vorhandenen  wirklichen
Uerdienstorden  eine  eingebende  Beachtung  gewidmet,  während  die
Zivil-  und  Militär-Ehrenzeichen,  die  Feldzugs-  und  Schlachtenmedaillen
  sowmie  mit  wenigen  Husnahmen  die  Erinnerungsmedaillen
nicht  mit  ausgenommen  sind.  KIs  Material  hat  Gritzner  außer
der  schon  vorhandenen  einschlägigen  Literatur  vor  allem  die  ihm
vom  Muswärtigen  Amt  und  der  General-Ordenskommission  zugänglich
  gemachten  Ordensstatuten  und  die  amtlichen  Gelandtschafts--
  und  Konsulatsberichte  benutzt,  lein  mühevolles  Werk  allo
auf  den  lichersten  Boden  gestellt.  Der  gewaltige  Stoff  ist  in  sehr
überlsichtlicher  Weise  so  eingeteilt,  daß  die  Staaten  nach  dem
Alphabet  einander  folgen,  während  die  Orden  jedes  Landes  unter
lich  nach  ihrem  Range  geordnet  lind.  Hllgemeine  Erläuterungen
über  die  Klassen  der  Orden,  das  Cragen  derlelben,  über  die  Verbindung
  der  Ordenszeichen  mit  Wappen  usw.  finden  lich  in  der
Einlestung;  außerdem  ist  ein  Uerzeichnis  dersenigen  Orden  vorangeschickt,
  die  nach  dem  Code  des  damit  Beliebenen  nicht  zurückgegeben
  zu  werden  brauchen.  Was  die  Hbbildungen  anlangt,  so
lind,  um  dem  Leler  die  betreffenden  Dekorationen  möglichst  vollltändig
  zu  veranschaulichen,  sowohl  die  eigentlichen  Ordenszeichen
(loweit  als  nötig  auch  der  verschiedenen  Grade)  als  auch  die
dazugehörigen  Sterne,  Bänder,  Ketten  und  besonderen  Hbzeichen
in  natürlicher  Größe  getreu  nach  den  Originalen  in  vortrefflichen
Holazlchnitten  wiedergegeben.  Die  Farben  sind  nicht  durch  die
übliche  heraldische  Schraffierung,  die  lich  nicht  überall  hätte  durchführen
  lassen  und  auch  der  Klarheit  der  Zeichnung  erheblichen
Eintrag  getan  haben  würde,  angedeutet,  sondern  im  Texte  aufgeführt.
  Das  Königreich  Preußen,  in  dem  das  Ordenswesen  wohl
die  weiteltgehende  IVItematische  Husgestaltung  erfahren  hat,  nimmt
allein  40  Seiten  mit  50  lustrationen  in  Anspruch.  Ein  alphabetisches
  Regilter  am  Schluß  erleichtert  das  Nachschlagen  in  wünschens-Werter
  Weise.  Das  vorzügliche  Buch,  das  vornehmlich  in  Beamtenund
  Offizierkreisen  sowie  den  Fachmännern  und  Liebhabern  höchst
wilskommen  sein  wird,  und  dessen  Preis  bei  dem  Umfang  seines
lo  überaus  wertvollen  Inhaltes  keineswegs  boch  ilt,  gehört  zu  den
von  J.  J.  Weber  herausgegebenen  „Ullustrierten  Handbüchern“,  in
deren  stattlicher  Reihe  es  die  Mummer  140  trägt.