6  Einleitung.

Titan  v.  Hefner  (Grundsätze  der  Wappenkunst.  Nürnberg
1855  und  Handbuch  der  Heraldik.  München  1861),  Friedrich
  Warnecke  (verschiedene  Werke  über  Wappenkunst),
Gustav  A.  Seyler  (Geschichte  der  Heraldik.  Nürnberg
1885  bis  1889.  eines  der  bedeutendsten  und  besten  Werke
der  heraldischen  Literatur),  Ad.  M.  Hildebrandt,  Hugo
Gerard  Ströhl  (Heraldischer  Atlas.  Stuttgart  1899,  ein
Hauptwerk  für  die  Wappenkunst,  dem  wir  auch  eine  Anzahl
von  Abbildungen  für  diese  siebente  Auflage  unseres  Buches
entnahmen).  Wappenbücher,  die  eine  Sammlung  von  Wappen
in  Bildern  enthalten,  sind  von  Schrot  (1551),  Solis  (1555),
Tyroff,  Dorst,  das  beste  von  Siebmacher,  mehrmals
herausgegeben  (Nürnberg  bei  Paul  Fürst  1657,  5  Bände,
1772  in  6  Teilen,  dann  von  Köhler  umgearbeitet,  Nürnberg
  bei  Raspe  1772  bis  1776,  4  Bände;  neuester  Zeit  von
O.  T.  v.  Hefner,  fortgesetzt  von  Grenser,  Mühlverstedt,
Hildebrandt  u.  a.,  ganz  umgearbeitet).  Bernd  hat  eine  allgemeine
  Schriftenkunde  über  die  Wappenwissenschaft  herausgegeben
  (Bonn  1830  bis  1841  in  4  Teilen),  welche  die  gesamte
  Literatur  enthält.

Als  Quellen  der  Heraldik  sind  anzugeben:

1.  Siegel  und  Münzen,  die  den  großen  Vorteil  haben,
daß  sie  meistens  den  Namen  des  Besitzers  enthalten  und  sich
die  Zeit  ihrer  Entstehung  feststellen  läßt.  2.  Denkmäler,
Grabsteine,  Totenschilde  u.  dgl.  3.  Adelsbriefe,  Lehnbriefe,
Turnierbeschreibungen.  4.  Bilder,  Wappenrollen,  wie  die
Züricher  Wappenrolle  aus  dem  14.  Jahrhundert  (herausgegeben
  von  der  Antiquarischen  Gesellschaft  in  Zürich  1860)
und  Wappenbücher  (z.  B.  das  St.  Christophorus-Arlberg-Bruderschaftsbuch
  aus  dem  14.  und  15.  Jahrhundert,  aufbewahrt
  im  Haus-,  Hof=  und  Staatsarchiv  in  Wien),  das
Grünenbergsche  Wappenbuch  vom  Jahre  1483,  das  1980
Wappen  enthält  (im  Besitze  des  königlichen  Heroldsamtes  in
Berlin);  die  Weingartner  Liederhandschrift  (aus  dem  1  4.  Jahrhundert,
  in  der  königlichen  Bibliothek  zu  Stuttgart)  und  die
Heidelberger  Liederhandschrift  (auch  Pariser  oder  Manessesche