Der  Schild  im  allgemeinen;  seine  Formen  und  Farben.  15

Zeit  auch  in  gekreuzten  Linien,  kleinen  Rosetten,  Punkten  usw.
besteht  (n  Abb.  8).  Diese  Art  der  Verzierung  wird  auch
Damaszierung  genannt,  doch  ist  diese  nicht  zu  benennen
(blasonieren).

Die  allgemeinste  Methode,  wenn  man  ein  Wappen  mit
seinen  Farben  darstellen  will,  ohne  wirkliche  Anwendung
von  Farben,  ist,  daß  man  die  Farben  durch  Schraffierung

andeutet,  und  zwar  in  folgender  Weise:
Rot  durch  vertikale  (senkrechte)  Schraffierung  (a  Abb.  8);
Blau  durch  horizontale  (wagerechte)  Striche  (b  Abb.  8);

Grün  durch  schräg  abwärts,  und  zwar  von  der  heraldisch
rechten  Seite  gegen  die  heraldisch  linke,  gezogene
Striche  (c  Abb.  8);

Schwarz  durch  senkrechte  und  wagerechte,  sich  durchkreuzende
  Striche  (d  Abb.  8)  oder  besser  ganz  voll
schwarz;

Gold  durch  Besäen  mit  Punkten  (e  Abb.  8);

Silber  bleibt  weiß,  d.  h.  ohne  alle  Striche  oder  Punkte
(k  Abb.  8);

Purpur  durch  schräge,  der  grünen  Farbe  entgegengesetzt
gezogene  Striche  (g  Abb.  8).

Der  Naturfarbe  gibt  man  gewöhnlich  keine  Bezeichnung;
  um  die  Gegenstände  von  Naturfarbe  von  silbernen  zu
unterscheiden,  wird  etwas  der  Schatten  (durch  malerische
Schattierung  oder  Schrafsierung)  angedeutet.

Diese  Methode  rührt  von  la  Colombiere  und  Petra  Sancta
her,  aus  der  ersten  Hälfte  des  17.  Jahrhunderts,  und  ist  fast
allgemein  angenommen;  andere  Arten  der  Bezeichnung,  z.  B.