Der  Schild  im  allgemeinen;  seine  Formen  und  Farben.  17

Bisweilen  wurde  statt  der  schwarzen  Farbe  Zobel  an—
gewendet.  So  z.  B.  trug  Ulrich  von  Liechtenstein  einen
Schild  mit  Hermelin  überzogen,  darauf  die  beiden  Schräge—
balken  von  schwarzem  Zobel  waren;  auch  die  schwarzen
Felder  des  Zollernschen  Wappens  werden  als  von  Zobel  ge—
macht  beschrieben.

Der  Hermelin  ist  ein  weißes  Pelzwerk,  auf  das  die  schwarzen
Schwanzspitzen  des  Tieres  aufgenäht  werden;  demgemäß  wird
er  heraldisch  dargestellt  durch  reihenweise  eigentümlich  (wie
Kreuzchen,  unten  in  drei  Spitzen  ausgehend)  geformte  schwarze
Fleckchen  auf  weißem  (silbernem)  Grunde  (Abb.  9).

Übrigens  hat  man  den  Hermelin  noch  anders  dargestellt,
indem  man  die  schwarzen  Schwanzppitzen  aus  zumeist  gelben
Fleckchen  hervorgehen  ließ.  Aus  Pelzwerk  gefertigt,
dürften  diese  gelben  Pelzfleckchen  von  jenem  Teile  des
Hermelinschwanzes  herrühren,  der  sich  unmittelbar  oberhalb
der  schwarzen  Spitze  befindet  und  gelb  gefärbt  erscheint.

Sind  die  Schwänzchen  weiß  (silbern)  auf  schwarzem
Grunde,  so  nennt  man  es  Gegenhermelin.

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Abb.  9.  Abb.  10.  Abb.  11.

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Das  Grauwerk,  auch  der  Kürsch  genannt,  die  Fehwammen,
in  Wirklichkeit  schuppenförmig,  weiß  und  lichtgraublau,  wird
zuweilen  in  natürlicher  Form  (Abb.  10),  oft  aber  auch  stilisiert
  dargestellt,  d.  h.  wellenförmig  ——  oder  eisenhutförmig
  (Abb.  11).

Der  Heraldiker  F.  K.  Fürst  Hohenlohe  hat  eine  besondere
  Monographie  über  das  Pelzwerk  in  der  Heraldik

Heraldik.