Die  Teilung  des  Schildes.  Heroldsbilder.  23

einem  gespaltenen  oder  wie  immer  geteilten  Schild  ein  Platz
eine  Farbe  hat,  so  muß  der  danebenliegende  Metall  sein.

Es  muß  bemerkt  werden,  daß  in  der  alten  Heraldik  bei
der  Schrägteilung  kein  besonderes  Gewicht  darauf  gelegt  wurde,

ob  diese  nach  rechts  oder  links  stattfand;  ein  und  dasselbe
Wappen  ist  manchmal  mit  schrägrechter,  manchmal  wieder
mit  schräglinker  Teilung  dargestellt.

Einige  Heraldiker,  z.  B.  Bernd,  Dorsch  und  Otto
Titan  v.  Hefner,  weichen  von  der  oben  angegebenen,  in
der  ältern  sowie  in  der  französischen,  englischen  Heraldik
und  heutzutage  im  praktischen  Leben  allgemein  angenommenen
Bezeichnung  in  Beziehung  auf  schrägrechts  und  schräglinks  ab,
indem  sie  dieselbe  in  gerade  entgegen—
gesetzter  Weise  gebrauchen  und  das  schräglinks
  nennen,  was  wir  schrägrechts  nennen,
und  umgekehrt,  was  aber  nicht  rätlich  ist,
da  es  doch  richtiger  erscheinen  muß,  die
Richtung  der  Teilungslinie  nach  ihrem
Anfange  und  nicht  nach  dem  Orte,  wo
sie  endigt,  zu  nennen.

Hinsichtlich  der  Teilung  des  Schildes  Abb.  16.
mittels  einer  Spaltlinie  ist  zu  bemerken:

1.  Durch  eine  in  der  Mitte  (durch  den  Mittelpunkt  des
Schildes  oder  Schildfeldes)  gezogene  Spaltlinie  erhält  man
den  gespaltenen  Schild  (Abb.  13):  von  Schwarz  und
Gold  gespalten.