24  Zweites  Kapitel.

2.  Die  Seite,  wenn  die  Spaltung  im  Dritteil  des
Schildes  vorgenommen  wird,  also  ein  Drittel  des  Schildes
abteilt  und  je  nachdem  dieses  Schilddrittel  (das  natürlich  eine
andere  Tinktur  hat  als  das  übrige  Feld)  rechts  oder  links
steht,eine  rechte  oder  linke  Seite:  (Abb.  17)  eine  blaue
rechte  Seite  in  Silber.

Ist  die  Spaltlinie  gegen  die  Mitte  zu  ausgebogen,  so  heißt
die  Seite  eine  ausgerundete,  bildet  sie  einen  stumpfen
Winkel  gegen  die  Mitte  hin,  eine  gespitzte.

Eine  Spaltung  mit  zwei  Linien  gibt  folgende  Heroldsbilder:


1.  Den  zweimal  gespaltenen  Schild,  wenn  jeder
der  drei  Plätze  eine  andere  Tinktur  hat  (Abb.  18):  von  Rot,
Silber  und  Blau  gespalten.  (Die  rechts  stehende  Farbe
wird  immer  zuerst  angesprochen.)

2.  Den  Pfahl;  wenn  zwei  Plätze  von  gleicher  Farbe
sind,  heißt  der  mittlere,  der  natürlich  anders  tingiert  sein
muß,  Pfahl  (Abb.  19):  in  Rot  ein  silberner  Pfahl,  oder:

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Abb.  18.  Abb.  19.

ein  silberner  Pfahl  im  roten  Feld.  Er  nimmt  ein  Drittel
des  Schildes  ein;  einige  Heraldiker  geben  ihm  /  der
Schildbreite,  was  aber  dem  Geschmack  überlassen  bleibt.
Steht  er  nicht  in  der  Mitte,  sondern  an  der  Seite  nahe
an  einem  Schildrand,  so  heißt  er  ein  rechter  oder  linker  Pfahl.
Bei  jeder  Teilung  durch  mehrere  Linien  der  gleichen
Gattung  ist  zu  beobachten,  daß  sie  gleichweit  voneinander
abstehen  und  parallel  laufen  müssen.  Also  z.  B.  bei  zwei-