26  Zweites  Kapitel.

ein  Viertel,  etwa  1/12  der  Schildbreite,  Faden,  seltener
Strich  (Strichpfahl)  genannt.  Zwei  Fäden  nahe  beisammenstehend,
  so,  daß  sie  mit  dem  dazwischenliegenden  Raume
den  Platz  eines  gewöhnlichen  Pfahles  einnehmen,  heißen
Zwillingspfähle,  drei  solche  Drillingspfähle.

Reicht  der  Pfahl  nicht  ganz  an  den  Oberrand,  so  nennt
man  ihn  erniedert  oder  oben  abgekürzt,  ist  er  oben  oder
unten  zugespitzt,  einen  haupt=  oder  fußgespitzten  Pfahl,
sind  die  beiden  ihn  begrenzenden  Linien  gegen  die  Mitte  zu
ausgebogen,  einen  ausgeschweiften  Pfahl.

In  ähnlicher  Weise  wie  bei  der  Spaltung  ergeben  sich  die
Figuren,  die  aus  der  Querteilung  entstehen:

1.  Der  geteilte  (quergeteilte,  gequerte)  Schild,  durch
eine  durch  den  Mittelpunkt  gezogene  Querlinie  (Abb.  14):
von  Silber  und  Grün  geteilt.

2.  Das  Schildhaupt,  wenn  die  Teilungslinie  in  das
obere  Dritteil  verlegt  wird,  wodurch  ein  an  den  Oberrand
verlegter  Balken  entsteht  (Abb.  22):  ein  rotes  Schildhaupt  in
Silber  (oder  ein  Schildhaupt  Rot  in  Silber).
Befindet  sich  unter  ihm  ein  schmaler  Platz
von  anderer  Farbe,  so  wird  es  davon
unterstützt,  wenn  über  ihm  (am  Oberrand),
  davon  überstiegen.

3.  Der  Schildfuß  durch  Ziehen  der
Teilungslinie  im  untern  Dritteil.

Schildhaupt  und  Schildfuß  sind  bisweilen,
  statt  von  einer  geraden,  von  einer
aus=  oder  eingebogenen  Linie  begrenzt,
oder  bilden  in  der  Mitte  eine  kreuz-,  kleeblatt=  oder  lindenblattähnliche
  Figur.  Der  Fuß  ist  manchmal  stufenförmig
(getreppt,  staffelförmig)  oder  von  drei  Bogen,  deren
mittlerer  etwas  höher  ist,  statt  von  einer  horizontalen  Linie
begrenzt;  in  letzterem  Falle  heißt  er  Dreiberg  ist  er  sehr
schmal,  so  nennt  man  ihn  Boden  oder  Grund.

Hier  ist  die  Grenze  zwischen  Heroldsstück  und  gemeiner

Figur.