Die  Tellung  des  Schildes.  Heroldsbilder.  27

Die  mehrfache  Teilung  gibt  folgende  Heroldsbilder:

1.  Den  zweimal  geteilten  Schild  bei  zwei  Quer—
linien,  wenn  jeder  Platz  eine  andere  Farbe  hat.

2.  Den  Balken  (Querbalken,  zuweilen  auch  Binde  ge—
nannt)  durch  zwei  Teilungslinien  in  zwei  Tinkturen,  wo
dann  der  mittlere  Platz,  der  eine  andere  Farbe  hat  als  der
obere  und  untere,  diesen  Namen  erhält  (Abb.  23):  ein
silberner  Balken  in  Rot  (der  österreichische  Bindenschild).

3.  Bei  fortgesetzter  Teilung  mit  drei  Linien  den  drei—
mal  geteilten  Schild,  mit  4  zwei  Balken  usw.;  bei  un—
gerader  Linienzahl  eine  Teilung,  bei  gerader  die  halbe
Anzahl  Balken  (Abb.  24):  fünfmal  geteilt  von  Schwarz  und
Silber.

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Abb.  23.  Abb.  24.

Nach  obiger  Grundregel  müssen  die  Teilungslinien  gleichweit
  voneinander  abstehen,  daher  werden  z.  B.  bei  dreimaliger
Teilung  die  Seitenränder  in  vier  gleiche  Teile  geteilt  und  die
Teilungspunkte  durch  Linien  verbunden,  bei  viermaliger  (zwei
Balken)  werden  fünf  Teile  gemacht  usw.

Man  wird  bei  der  Zeichnung  am  besten  tun,  in  der  Mitte
eine  Längslinie  als  Hilfslinie  zu  ziehen,  die  man,  so  oft  es
erforderlich  ist,  teilt,  um  dann  durch  die  Teilungspunkte
horizontale  Linien,  parallel  dem  oberen  Schildrande,  zu
ziehen.  Die  Hilfslinie  wird  dann  wieder  weggelöscht.

Der  Balken  wird  ½⅛  der  Schildlänge  breit,  nach  anderen
½;  bei  zwei  Balken  erhält  jeder  ½  usw.  Ein  schmaler
Balken  heißt  Stabbalken,  wenn  er  nur  die  Hälfte  des
gewöhnlichen  Maßes  hat,  noch  schmaler  Fadenbalken,  wie