28  Zweites  Kapitel.

beim  Pfahl;  stehen  zwei  oder  drei  solche  nahe  beisammen,
daß  der  Gesamtraum,  den  sie  einnehmen,  einem  gewöhnlichen
  Balken  gleichkommt,  nennt  man  sie  Zwillings=  oder
Drillingsbalken.  Steht  der  einzelne  Balken  statt  in  der
Mitte  höher  oben,  nahe  am  Schildrand,  so  heißt  er  ein  erhöhter,
  wenn  ebenso  unten,  ein  erniederter  Balken.

Einen  Pfahl  oder  Balken,  der  gleichsam  in  der  Mitte
durchschnitten,  mit  den  Ecken  aber  wieder  zusammengesetzt
ist,  heißt  aufgekantet,  abgesetzt  oder  verschoben
(Abb.  25):  ein  abgesetzter  Pfahl  von  Silber  in  Blau.

Durch  die  Verbindung  von  Längs=  und  Querlinien  ergeben
  sich:  1.  Der  gevierte  oder  quadrierte  Schild,

Abb.  25.

durch  eine  Spalt=  und  eine  Trennungslinie,  die  sich  im
Mittelpunkte  durchschneiden,  also  ein  gespaltener  und  geteilter
Schild.  Die  vier  Plätze  nennt  man  auch  Quartiere,  und
zwar  heißt  der  Platz  am  rechten  Obereck  der  erste,  der  am
linken  Obereck  der  zweite,  der  am  rechten  Untereck  der  dritte,
der  am  linken  Untereck  der  vierte  Platz.

In  der  Regel  haben  die  nach  der  Diagonale  gegenüberliegenden
  Plätze,  also  1  und  4,  dann  2  und  3,  dieselbe
Tinktur  (Abb.  26):  von  Schwarz  und  Silber  geviertet
(Hohenzollern).

2.  Bei  Anwendung  von  zwei  Spalt=  und  einer  Teilungslinie
  erhält  man  einen  geteilten  und  zweimal  gespaltenen
  Schild,  der  also  sechs  Plätze  von  wechselnder
Tinktur  hat  (Abb.  27):  geteilt  und  zweimal  gespalten  von