Der  Teilung  des  Schildes.  Heroldsbilder.  29

Blau  und  Silber.  Weiter  ergeben  sich:  drei-,  vier-,  fünfmal
gespalten  und  einmal  geteilt  usw.  Auch  hier  erhalten  die  in
der  Diagonale  liegenden  (mit  den  Ecken  zusammenstoßenden)
Plätze  die  gleiche  Farbe.

3.  Bei  2,  3,  4  usw.  Teilungs=  und  einer  Spaltlinie:
einmal  gespalten,  zwei-,  drei-,  viermal  geteilt
(Abb.  28):  einmal  gespalten,  dreimal  geteilt  von  Rot  und
Silber.

4.  Durch  mehrere  Längs=  und  Querlinien  erhält  man
das  Schach,  und  nennt  dabei  die  Anzahl  der  Plätze,  zuerst
natürlich  die  Farbe  des  rechts  oben  stehenden  als  des
beginnenden.  So  ergeben  zwei  Spalt=  und  zwei  Querlinien

)  1

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Abb.  29.  Abb.  30.

die  natürlich  gleichweit  voneinander  abstehen,  ein  Schach
zu  neun  Plätzen  (Abb.  29):  von  Rot  und  Silber.

Ein  Schach  von  mehr  als  neun  Plätzen  zählt  man  in  der
Regel  nicht,  sondern  nennt  den  Schild  oder  das  Feld  einfach
geschacht  (Abb.  30):  schwarz  und  silbern  geschacht.

Sind  die  Abstände  der  Längs=  und  der  Querlinien  gleich,
so  werden  die  Felder  quadratisch,  ist  von  ersteren  im  Verhältnis
  zu  den  Schildmaßen  eine  größere  Anzahl  da  als  von
letzteren,  so  werden  die  einzelnen  Plätze  länglich,  und  man
nennt  sie  dann  Schindeln  (Abb.  31):  von  Rot  und  Gold
geschindelt.  Die  alte  Heraldik  macht  aber  hieraus  keinen  besonderen
  Unterschied,  wie  auch  in  bezug  auf  die  Plätzeanzahl
des  Schachs,  da  dasselbe  Wappen  bald  in  weniger,  bald  in
mehr  Plätzen  geschacht  vorkommt.