34  Zweites  Kapitel.

Durch  sich  kreuzende  Schräglinien  ergeben  sich  nachstehende
Heroldsstücke:

1.  Durch  Linien  jeder  Art,  die  sich  im  Mittelpunkte  durchschneiden,
  erhält  man  den  schräggevierteten  Schild.  Hier
sind  die  Plätze  1  und  4  die  an  den  Haupt=  und  Fußrand,
2  und  3  die  an  die  Seitenränder  stoßenden;  1  und  4  sowie
2  und  3  haben  meist  die  gleiche  Tinktur  (Abb.  44);  schräggeviertet
  von  Rot  und  Gold.

2.  Eine  Schräglinie  in  einer  und  mehrere  in  der  anderen
Richtung  geben:  den  einmal  schrägrechts  oder  schräglinks

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Abb  44.  Abb.  46.

und  2-,  3-,  4-,  5  mal  schräglinks  oder  schrägrechts  geteilten
Schild,  wobei  natürlich  die  Plätze  in  den  Tinkturen  wechseln
(Abb.  45):  einmal  schräglinks,  dreimal  schrägrechts  geteilt
von  Silber  und  Rot.

3.  Mehrere  Linien  jeder  Gattung  bilden  zwischen  den
Durchschneidungspunkten  liegende  Vierecke,  die  man  Rauten
nennt  (Abb.  46):  Schwarz  und  Silber  gerautet.  Werden  die
Linien  den  von  den  Ecken  durch  den  Mittelpunkt  gezogenen
(oder  gedachten)  Schräglinien  parallel  gezogen,  und  ist  die
Anzahl  der  rechten  und  linken  gleich,  so  bilden  die  Rauten
auf  einer  Kante  stehende  Quadrate.  Haben  aber  die  Linien
eine  mehr  aufrechte  Lage,  so  werden  die  Rauten  länglich  und
erhalten  zwei  stumpfe  und  zwei  spitze  Winkel;  man  nennt  sie
dann  gewöhnlich  Wecken  (Abb.  47):  Blau  und  Silber  geweckt
(Bayern);  sind  diese  sehr  gestreckt  (lang),  so  heißt  man  sie
Spindeln.  Je  nachdem  die  Linien  gezogen  werden,  stehen  die