Die  Teilung  des  Schildes.  Heroldsbilder.  35

Wecken  auf  einer  Spitze  aufrecht  oder  sind  schräg  geneigt;
sind  die  Linien  schief,  sich  mehr  den  horizontalen  nähernd,  so
werden  die  Rauten  stumpf  oder  gedrückt.

In  der  alten  Heraldik  wurden  diese  Unterschiede  nicht
gemacht;  die  Rauten  erscheinen  bei  demselben  Wappen  bald
mehr  quadratisch,  bald  länglich,  aufrecht  oder  geneigt.  An
die  Ränder  des  Schildes  kommen  nach  Umständen  halbe,
auch  Viertelrauten.

Die  Anzahl  der  Rauten  und  Wecken  wird  nicht  angegeben
und  ist  willkürlich  wie  beim  Schach.

Abb.  48.

In  ähnlicher  Weise  wie  bei  der  Spaltung  und  Teilung
erhält  man  den  schrägrechts  und  halb  schräglinks  ge—
teilten  Schild,  auch  rechts  geschrägt  und  halb  gegen—
geschrägt  genannt,  und  umgekehrt  halb  geschrägt  und
gegengeschrägt  (wenn  die  rechte  Schildhälfte  halb  geschrägt
ist),  Abb.  48:  geschrägt  und  halb  gegengeschrägt  von  Silber,
Rot  und  Schwarz.  Daraus  ergeben  sich  dann  wieder  verschiedene
  Kombinationen  von  mehrfachen  Teilungen,  z.  B.
dreimal  schrägrechts  und  dreimal  halb  schräglinks  geteilt
(gegengeschrägt)  usw.

Aus  der  Durchkreuzung  der  Schräglinien  ergibt  sich  noch
ferner:

1.  Das  Andreaskreuz,  Schrägkreuz  oder  der
Schragen,  zwei  sich  durchkreuzende  Schrägbalken  von  gleicher
Farbe  (Abb.  49):  ein  Andreaskreuz  (Schragen),  Schwarz
in  Silber.

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