40  Zweites  Kapitel.

eine  rechte,  hinten  eine  linke,  so  wird  man  einen  gestürzt
gegengesparrten  Schild  erhalten.  Entsprechend  gestalten  sich
die  Bilder  bei  einer  Teilung  eines  Schildes  statt  der
Spaltung.

Ebenso  kann  der  Schild  gespalten  oder  geteilt  und  schräg—
geviertet  sein;  (Abb.  64):  gespalten  und  schräggeviertet  von
Rot  und  Silber.

2.  Durch  alle  vier  Gattungen  von  Linien,  nämlich  die
Spalt--,  Teilungs=  und  beiden  Schräglinien,  erhält  man  die
Ständerung  (den  geständerten  Schild).  Der  Schild  zerfällt
nämlich  in  acht  rechtwinklige  Dreiecke,  die  im  Herzen  (Mittelpunkt)
  zusammenstoßen;  bei  zwei  Tinkturen  erhalten  je  vier

Abb.  64.  Abb.  65.

dieselbe  Tinktur  (Abb.  65):  von  Rot  und  Gold  geständert.
Daraus  ergeben  sich  von  selbst  verschiedene  Kombinationen,
wie:  gespalten  und  halbgeständert,  geteilt  und  halbgeständert
und  umgekehrt.  Auch  kann  eine  weitere  Ständerung  mit  je
zwei  durch  den  Mittelpunkt  gezogenen  Schräglinien  vorgenommen
  werden,  wodurch  man  zwölf  Plätze  von  dreieckiger
Form  erhält;  oder  die  Linien  können  gebogen  sein  usw.

Ein  Ständer  (der  Ausdruck  „Schoß“  ist  veraltet  und
heute  unverständlich)  besteht  aus  einer  halben  Schräglinie,  aus
einem  Schildeck  hervorkommend,  und  einer  halben  Teilungslinie,
  von  der  Mitte  des  Schildrandes  gegen  dieselbe  gezogen,
nimmt  also  ⅛  des  Schildes  ein;  der  Ständer  steht  gewöhnlich
im  rechten  Obereck  (Abb.  66):  ein  Ständer  (rechter  Oberständer)
  Silber  in  Rot.