Die  Teilung  des  Schildes.  Heroldsbilder.  41

Durch  mehrere  Teilungs-  oder  Spaltlinien  mit  mehreren
Schräglinien  nach  beiden  Richtungen  erhält  man  reihen—
weise  Spitzen  (Rauten,  die  geteilt  sind),  Abb.  67:  von
Silber  und  Blau  in  vier  Reihen  der  Quere  gespitzt,  oder
mit  Spitzen  reihenweise  geteilt  von  Silber  und  Blau.  In
der  alten  Heroldskunst  kann  diese  Abbildung  auch  Feh  sein.
Sind  die  Spitzen  so  gestellt,  daß  die  Spitzen  einer  Reihe  an
die  Mitte  der  Basis  der  obern  Reihe  stoßen,  so  nennt  man
sie  Pfahlspitzen.

Durch  Teile  von  Spalt-  und  Schräglinien  erhält  man:

1.  Die  Deichselteilung  (Gabelteilung,  Spaltung  in
Form  eines  Schächerkreuzes),  und  zwar  durch  eine  Spaltlinie

Abb.  67.

von  unten  bis  zum  Mittelpunkt,  und  zwei  halbe  Schräglinien
von  da  aus  nach  den  Ecken,  wobei  jeder  Platz  eine  andere
Farbe  erhält  (Abb.  68):  Deichselteilung  von  Silber,  Blau
und  Rot  (oder  von  Silber,  Blau  und  Rot  in  Form  eines
Schächerkreuzes  geteilt).

2.  Wird  diese  Teilung  mit  zwei  Linien  jeder  Gattung  bei
zwei  Tinkturen  vollzogen,  so  erhält  man  einen  halben  Pfahl
und  ein  halbes  Andreaskreuz,  eine  Abbildung,  die  man
Deichsel,  Schächerkreuz  oder  Gabel  nennt  (Abb.  69):
ein  silbernes  Schächerkreuz  oder  Deichsel  in  Rot.  Selbstverständlich
  haben  alle  Teile  gleiche  Breite  (1/8  Schildbreite).
  Bei  gleicher  Färbung  des  obern  dreieckigen  Platzes
mit  der  Abbildung  erhält  man  ein  volles  Schächerkreuz
  (von  anderen  als  zwei  Pfeiler  erklärt),  Abb.  70: