44  Zweites  Kapitel.

werden,  wohl  aber,  wenn  sie  bloß  unten  gezinnt  ist.  Beiderseits
gezinnte  haben  häufig  die  unteren  Zinnen  versetzt  (Gegenzinnen).

Oben  breiter  werdende  Zinnen  nennt  man  Breitezinnen,
oben  eingekerbte  (spitz  eingeschnittene)  welsche  oder  Kerbzinnen,
  beiderseits  einmal  abgestufte  Doppelzinnen.  Eine
abwärts  gekehrte  Zinne  heißt  Scharte.  Beim  Zinnenschnitt
wechseln  also  gewissermaßen  Zinnen  und  Scharten.  Sind  die
Zinnen  zugespitzt,  d.  h.  mit  zwei  gegeneinander  laufenden
Schräglinien  giebelförmig  bedeckt,  die  dazwischen  liegenden
Scharten  ebenso  gespitzt,  so  erhält  man  den  gespitzten

Abb.  79.

Zinnenschnitt,  der  dem  sogenannten  Eisenhutschnitt
gleich  ist  (Abb.  79):  von  Silber  und  Blau  mit  dem  gespitzten
Zinnen=  oder  Eisenhutschnitt  geteilt.

Auch  diese  Figur  dürfte  aus  dem  lberziehen  des  Schildes
mit  Pelzwerk  entstanden  sein.

Schräggestellte  Zinnen  heißen  Schrägzinnen  oder
Äste,  die  so  gestaltete  Begrenzungslinie  Astlinie,  die  Figur
geästet  (Abb.  80):  ein  geästeter  silberner  Pfahl  in  Rot.

Der  Krückenschnitt,  d.  i.  mit  Kreuzchen  ohne  obern  Arm
oder  Längebalken  erhält  man  durch  rechtwinkelig  gebrochene
Grenzlinien.  Die  Teilung  durch  die  Krückenlinie  kann  natürlich
in  verschiedener  Richtung  stattfinden  (Abb.  81):  von  Silber
und  Blau  mit  Krücken  (oder  mit  dem  Krückenschnitt)  schräglinks
  geteilt.

Hierher  weiter  der  Kreuäs  chnitt  oder  Kreuzzinnenschnitt
  mit  Krenzchen,  die  auf  einer  Stufe,  wie  auf  einem