Die  Teilung  des  Schildes.  Heroldsbilder.  51

Schildlein  (Abb.  98):  ein  von  Gold  und  Schwarz  ge—
spaltener  Schild  mit  Silber  und  Rot  geschachter,  auch  gestuckter
Einfassung.

Die  Einfassung  verdankt  ihren  Ursprung  wahrscheinlich
den  mit  metallenen,  mit  Edelsteinen  besetzten,  mit  Pelzwerk
oder  Stoffstücken  gestuckten  Rändern  versehenen  Schilden.

Wird  obiges  Verfahren  mit  zwei  Linien  vorgenommen,
so  enthält  der  Schild  einen  frei  schwebenden  Rahmen,  den
man  innere  Einfassung  oder  Inbord  nennt,  und  der
seine  besondere  Tinktur  hat.

Es  können  verschiedene  Heroldsstücke,  wie  Pfähle,  Balken,
Freiviertel  usw.,  mit  einer  andersfarbigen  Einfassung  oder
Bordüre  versehen  sein  (bordiert).

Mehrere  in  einem  und  demselben  Schilde  vorkommende
Heroldsbilder  können  auf  mannigfaltige  Weise  verbunden

Abb.  100.

werden,  durch  Vereinigung,  Belegen  einer  Figur  mit  einer
anderen,  ganz  oder  teilweise,  durch  Erhöhung,  Erniedrigung,
Verdoppelung;  es  erscheinen  dabei  die  Heroldsstücke  bisweilen
gekürzt  oder  verdorben  usw.

Die  wichtigsten  dieser  verbundenen  oder  vereinigten
Heroldsfiguren  sind:

1.  Der  Hauptpfahl,  d.  i.  ein  Pfahl  unter  einem  Haupt,
dasselbe  gleichsam  stützend.  Abb.  99:  ein  Hauptpfahl  Silber
in  Rot.  Durch  Stürzung  ergibt  sich  der  Fußpfahl.

2.  Der  Seitenbalken,  eine  Verbindung  von  Seite  und
Balken.  Abb.  100:  linker  Seitenbalken  in  Blau  von  Silber.

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