Die  gemeinen  Figuren.  71

Der  Mond,  eine  silberne  Sichel,  rechts  oder  links  gekehrt,
liegend  (die  Hörner  aufwärts)  oder  gestürzt  (die  Hörner  abwärts).
  Häufig  auf  der  Innenseite  mit  einem  menschlichen
Gesicht  im  Profil  (Gold,  Abb.  142).  Die  Sterne  werden
mit  5,  6  und  8  sehr  spitzen,  meist  fazettierten  (gekanteten)
Strahlen  dargestellt.  Bei  den  Franzosen,  Italienern  und
Engländern  sind  die  Sterne  zumeist  fünfeckig,  in  der  deutschen
Heraldik  dagegen  nahezu  ausschließlich  sechseckig,  seltener  mit
acht  Spitzen.  Beim  Kometen  hat  der  Schweif  oft  eine

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Abb.  141.  Abb.  142.

andere  Tinktur.  Die  Erde  erscheint  als  Kugel  mit  dem
Aquator,  den  Längen=  und  Breitenkreisen.  Kommt  übrigens
in  der  alten  Heroldskunst  nicht  vor.

Dagegen  ist  der  Regenbogen,  ein  rundbogiger  Balken,
von  Rot,  Gold  und  Blau  geteilt,  schon  ziemlich  alt.

Die  Wolken  sind  meist  heraldisch  behandelt  (Abb.  91);
später  kommen  auch  natürliche  vor,  besonders  mit  aus  ihnen
hervorragenden  Händen  (Segenshänden  oder  Treuhänden)
und  Armen.  Sie  sind  blau  oder  silbern.

Der  Blitz  wird  nicht  als  Zickzack,  sondern  geflammt,  wie
Sonnenstrahlen  und  von  oben  (senkrecht)  herabkommend,  vorgestellt.
  Gehört  übrigens  auch  zu  den  nicht  gut  heraldischen
Figuren.

Von  den  Figuren  des  Erdreiches  kommen  vor: