82  Drittes  Kapitel.

kaum  beschreiben,  da  sie  aus  oft  sehr  komplizierten  Haken
und  Winkeln  bestehen.  Endlich  gehören  hierher  die  Kreuze,
von  denen  es  zahllose  verschiedene  Formen  gibt.  Die
wichtigsten  derselben  sind:  das  lateinische  oder  Passionskreuz,
  bei  dem  der  Querbalken  kürzer  ist  als  der  Langbalken
und  nicht  in  der  Mitte  des  letzteren  steht,

sondern  etwas  hinaufgerückt  erscheint;  fehlt  der

obere  Kreuzesarm,  so  heißt  es  ein  Antoniuskreuz

  (Abb.  170).  Das  Krückenkreuz,

dessen  Arme  Krücken  oder  Antoniuskreuze

Abb.  170.  bilden  (Abb.  171);  ein  solches,  in  jedem
Winkel  von  einem  kleinen  Kreuzchen  begleitet,

  ist  das  Jerusalemkreuz  (Abb.  235).  Sind  die
Enden  der  Arme  in  zwei  gebogene  Spitzen  geteilt,  so  heißt
es  Ankerkreuz  (Abb.  172),  endigen  sie  in  eine  Lilie,
Lilienkreuz,  in  ein  Kleeblatt,  Kleeblattkreuz  (Abb.  173),
in  ein  kleines  Dreieck,  wie  eine  Pfeilspitze,  Pfeilspitzkreuz,
in  eine  Raute,  Rautenkreuz.  Befinden  sich  an  den  Enden

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Abb.  171.  Abb.  172.  Abb.  173.

Kugeln,  so  entsteht  das  Kugel-,  wenn  kleine  Kreuzchen,  das
an  den  Enden  gekreuzte  oder  Wiederkreuz  (Abb.  174).
Das  Steckkreuz  hat  den  unteren  Balken  zugespitzt,  wie
um  in  die  Erde  gesteckt  zu  werden,  das  Patriarchenkreuz  ist
zwei=  oder  dreiarmig  (die  unteren  Querbalken  an  Länge
zunehmend),  meist  mit  Kleeblattenden  (Abb.  175);  das
Malteserkreuz  ist  ein  breitendiges  Kreuz,  dessen  Arme
in  zwei  Spitzen  ausgehen  (Abb.  176).  Dieses  tragen  die