84  Drittes  Kapitel.

Dem  Deutschordenskreuze  in  Form  und  Farbe  nachgebildet
ist  das  Eiserne  Kreuz,  ein  von  König  Friedrich  Wilhelm  III.
von  Preußen  im  Jahre  1813  gestifteter  und  1870  neu
ins  Leben  gerufener  Kriegsorden  (Abbildung
  178).

Ein  Kreuz  mit  rechtwinklig,  hakenartig
  gebogenen  Enden  heißt  ein  Hakenkreuz
  (Abb.  179),  ein  aus  rohen
Stämmen  mit  Asten  gemachtes  ein
Astkreuzz;  ein  solches  in  Form  eines

-  Andreaskreuzes  ist  das  burgundische
Abb.  178.  Kreuz  (Abb.  180).  Auch  Rauten,  Wecken
wurden  in  Kreuzform  gestellt.  Ein
Doppelkreuz  ist  eine  Vereinigung  des  gewöhnlichen  und
des  Andreaskreuzes;  ist  dasselbe  lilienendig,  so  enthält  man
die  Form  eines  Lilien-  oder  Klevenhaspels.

Durch  die  Kreuzzüge  wurde  das  Kreuz  ein  besonderes
beliebtes  Wappenbild,  dann  verschiedenartig  ausgeschmückt.
Das  Kreuz  mit  gleichlangen  Längs=  und  Querbalken,  die  sich

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Abb.  179.  Abb.  180.

in  der  Mitte  durchschneiden,  ist  das  in  der  griechischen  Kirche
übliche  und  heißt  daher  griechisches  Kreuz,  im  Gegensatz
zum  lateinischen  oder  Hochkreuz.  Bezüglich  der  Größe
des  Kreuzes  bei  der  Zeichnung  muß  man  ein  gutes  Verhältnis
  zur  Schildfläche  beobachten.

Auch  mehrere  Figuren  derselben  Gattung  werden  in
einem  Felde  angebracht.

Sind  mehrere  ohne  bestimmte  Anzahl  so  verteilt,  daß  sich
sogar  einige  derselben  in  den  Rand  verlaufen  und  daselbst