Siebentes  Kapitel.  Die  heraldischen  Rang=  und  Würdezeichen.  113

buntscheckig  wird,  man  tut  besser,  sich  auf  die  Farben  der
wichtigsten  zwei  Wappen  zu  beschränken.

Was  die  Form  der  Helmdecke  in  bezug  auf  die  des
Helmes  anbelangt,  so  soll  auch  hier  eine  Übereinstimmung
des  Stiles  herrschen:  zum  Kübelhelm  gehört  eine  manteloder
  tuchartige  Decke,  die  an  den  Rändern  glatt  oder  ausgezackt
  ist,  und  es  soll  keine  schnörkelige,  stark  gezaddelte  auf
einem  Kübelhelm  angebracht  werden,  sondern  nur  auf  dem
Stechhelm  oder  auf  dem  auch  in  der  späteren  Zeit  der
ornamentalen  Helmdecken  gebräuchlichen  Spangenhelm.

Siebentes  Kapitel.

Die  heraldischen  Rang=  und  Würdezeichen:
Kronen,  Mützen,  Hüte,  Orden,  Stäbe  usw.

Der  alten  Heroldskunst  waren  Rang=  und  Würdezeichen
in  der  Art,  wie  sie  heute  üblich  sind,  fremd.

Diese  Zeichen  sind  somit  nahezu  durchaus  neuere  Erfindungen
  und  zumeist  nur  das  Ergebnis  der  Sucht  nach
einer  reicheren  und  dekorativen  Ausstattung  der  Wappen.

In  erster  Linie  war  man  bemüht,  den  Rang  oder  eine
gewisse  Würde  oder  ein  Amt  heraldisch  zum  Ausdrucke  zu
bringen.  Dies  erreichte  man  entweder  durch  eine  an  Stelle
des  Helmes  über  den  Schild  gesetzte  Krone  oder  andere
Kopfbedeckung,  oder  durch  besondere  der  Würde  zukommende
Abzeichen  hinter  dem  oder  um  den  Schild.  Zu  ersterer  Gattung
  gehören:

1.  die  Rangkronen,

2.  die  Hüte  und  Mützen;
zur  letzteren:

3.  Stäbe  und  dergl.  hinter  dem  Schilde,

4.  Ordensdekorationen.

Heraldik.  8