Die  heraldischen  Rang-  und  Würdezeichen.  117

desgleichen  die  Form  der  sogenannten  Eisernen  Krone  der
Lombardei.

Die  gewöhnlichen  modernen  Königskronen,  deren  sich
auch  Großherzoge,  Herzoge  und  (mit  Recht  oder  Unrecht)  auch
Fürsten  zuweilen  bedienen,  sind  Reifen  meist  mit  sieben
oder  acht  Blättern  in  der  Rundung  (in  der  Abbildung  sind  fünf
sichtbar),  zwischen  denselben  mit  Perlen  besetzte  Zinken,  in  der

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Abb.  216.  Abb.  217.

Regel  ohne  Futter  und  mit  sieben  oder  acht  in  der  Mitte
zusammenlaufenden  (fünf  sichtbaren)  Spangen  oder  Bügeln,
die  meist  mit  Perlen  geziert  sind,  auf  dem  Vereinigungspunkt
  der  Reichsapfel  (Abb.  218).

Die  Erzherzoge  von  Osterreich  führen  gleichfalls,  und
zwar  einer  besonderen  Vorschrift  gemäß,  diese  offene  Bügelkrone,
  bedienen  sich  aber  in  neuerer  Zeit  des  wirklichen,  im
lateranensischen  Chorherrenstifte  Klosterneuburg  aufbewahrten
Erzherzogshutes  (Abb.  219).

Die  preußische  mit  fünf  (in  der  Abbildung)  sichtbaren
Bügeln,  ohne  Mütze  oder  Futter.

Die  großbritannische  Krone  hat  vier  Bügel  (im
Kreuz),  an  jedem  auf  dem  Reifen  ein  breitendiges  Kreuz,
dazwischen  Linien.

Bei  der  französischen  Königskrone  endigen  die  Zinken
des  Reifes  in  Lilien,  auch  auf  der  Speitze  ist  eine  Lilie  statt
des  Reichsapfels;  bei  der  Krone  des  Dauphin  bilden  Delphine