118  Siebentes  Kapitel.

die  vier  Bügel,  die  Kronen  der  übrigen  Prinzen  17  ganz
ohne  Spangen.  Die  napoleonische  Kai
den  Bügeln  mit  Adlern  auf  dem  Reif  vers  ehen.

Von  ganz  abweichender  Form  ist  die  aus  dem  10.  und
11.  Jahrhundert  stammende  ungarische  Krone,  nämlich
ein  abwechselnd  mit  ungeschliffenen  Edelsteinen  und  Emailbildern
  geschmücktes  Diadem  (aus  dem  11.  Jahrhundert),
auf  demselben  vorne  neun  abwechselnd  halbrunde  und  giebelförmige
  Schildchen  mit  Schmelzarbeit  und  zwei  flache,  reich
mit  Emailbildwerk  gezierte  Bogen  (10.  Jahrhundert).

Abb.  218.  Abb.  219.

Die  böhmische  hat  vier  sehr  große  Lilien  am  Reif  und
zwei  niedrige  Bogen,  oben  das  Kreuz;  sie  stammt  aus  dem
14.  Jahrhundert.

Die  toskanische  (großherzogl.  florentinische)  Krone  be
steht  aus  spitzen,  etwas  ausgebogenen  Zinken,  die  abwechselnd
in  Lilien  endigen,  vorne  und  hinten  eine  Lilie  mit  Staubfäden;
  sie  hat  keine  Bügel,  ist  also  eine  offene  Krone.

Die  ehemals  polnische  ohne  Mütze  hat  auf  der  Spitz
einen  silbernen  Adler.

Die  lombardische  oder  sogenannte  Eiserne  Krone
ist  ein  mit  Emailblumen  und  Edelsteinen  verzierter  Reif
aus  Goldblech  ohne  Zinken,  an  dessen  Innenseite  sich  der
eiserne,  angeblich  aus  einem  Nagel  des  Kreuzes  Christi
gefertigte  Reif  anlegt  (ursprünglich  nicht  zum  Aufsetzen  auf
das  Haupt  bestimmt;  sie  stammt  aus  dem  8.  Jahrhundert).