122  Siebentes  Kapitel.

Mützen,  die  jetzt  als  Fürstenkronen  gelten,  kegelförmig,  mit
Edelsteinen,  unten  mit  Zobel  besetzt,  oben  ein  Kreuz.

Die  Hauptformen  der  geistlichen  Mützen  sind  folgende:

1.  Die  päpstliche  Tiara,  eine  hohe,  weiße,  in  der  Mitte
etwas  ausgebauchte  runde  Mütze  mit  dreifachem  Kronenreif
(seit  dem  Anfang  des  14.  Jahrhunderts),  unten,  in  der  Mitte
und  gegen  die  Spitze,  auf  welcher  der  Reichsapfel  angebracht
ist;  zwei  Bänder  hängen  auf  den  Seiten  herab  (Abb.  228).

Abb.  228.

2.  Die  Bischofsmütze  (Inful,  Mitra),  von  Erzbischöfen,
  Bischöfen  und  Äbten  (infulierten  Pröpsten  und
Abten)  als  Amts=  und  Würdezeichen  geführta,  eine  schiffartige,
in  zwei  Spitzen  ausgehende  Mütze.  in  älterer  Zeit  mehr  von
dreieckiger  Form  und  niedrig,  später  höher,  in  der  Mitte
etwas  breiter.  Sie  ist  meist  in  der  Mitte  und  an  den  Seiten
mit  Borten  eingefaßt,  auch  oft  reich  mit  Edelsteinen  und
Perlen  bestickt,  zwei  Bänder  hängen  herab  (Abb.  229).

Die  geistlichen  Hüte  sind  niedrig,  mit  breiter,  flacher
Krempe;  beiderseits  sind  Schnüre  durchgezogen,  die  sich  verschlingen
  und  mit  Quasten  (fiocchi)  reihenweise,  symmetrisch
geordnet  behängt  sind.  Die  Farbe  des  Hutes  und  die  Anzahl