124  Siebentes  Kapltel.

Die  Hüte  werden  meist  über  dem  Wappen,  auf  dem  der
Fürstenhut,  die  Grafenkrone  usw.  nach  dem  Rang  des
Wappenherrn  angebracht  ist,  schwebend  gezeichnet.

Übrigens  werden  diese  Hüte  auch  wirklich  getragen,  und
zwar  hängen  bei  festlichen  Anlässen  diese  auf  dem  Rücken  des
geistlichen  Würdenträgers  an  den  beiden  Schnüren,  die  vorn
an  der  Brust  geknüpft  sind.

3.  Abzeichen  des  Amtes  oder  der  Würde  hinter  dem
Schild.

Eiii

in  henstenhe  N7  hiner  dem  —in“x-  -  angebracht,  daß
nur  immer  oben  und  unten  ein  Teil  hiervon  sichtbar  wird.
Die  wichtigsten  hiervon  sind:
1.  Zwei  geschrägte  Schlüssel,  der  goldene  Binde=  und
der  silberne  Löseschlüssel  hinter  (manch  *¾ßvß  bauch  2  dem
Da  eschlechtsbild  der  Papste  (Abb.  228J.  Bei  Erl

waltende  Kardinal  außerdem  das  päpitliche  Banner  1#  der
Form  eines  halbgeöffneten  Sonnenschirmes,  deshalb  auch  die
Om  breile  genannt)  aufrecht  stehend.

Der  Krummstab  (Pastorale,  Pedum),  ein  oben  in
eine  verzierte,  schneckenartige  Krümmung  endigender  Stab,
den  Erzbischöfe,  Bischöfe  und  Abte  hinter  dem  Schild  aufrecht
  stehend  oder  schräg  liegend  führen.  Die  ehemals  souveränen
  geistlichen  Reichsfürsten  hatten  ein  blankes  Schwert
(Zeichen  des  Blutbannes)  mit  dem  Krummstab  geschrägt
(Abb.  229).  Häufig  ist  auch  das  Pastorale  mit  einem  Kreuz
(bei  Erzbischöfen  zwei-,  bei  Bischöfen  einarmig)  geschrägt.
Prioren  haben  einen  einfachen  Pilgerstab  hinter  dem  Schild,
auch  um  denselben  ein  Paternoster  oder  einen  Rosenkranz  mit
großen  Kugeln.

3.  Ein  Zepter,  oben  mit  einer  Schwurhand  (main  de
justice),  führten  die  französischen  Könige  und  Kaiser  hinter
dem  Schild.