152  Zwölftes  Kapitel.

gewurzelten  Neigungen  und  Eigentümlichkeiten  de
in  Verbindung  steht,  hat  sich  bis  heutzutage  erhalten.

Natürlich  hat  das  Wappenwesen  nicht  in  allen  Ländern
auch  eine  gleich  hohe  Ausbildung  erlangt.

In  jenen  Ländern,  in  denen  im  Mittelal—  ..
Kultur  fehlte,  und  wo  demnach  auch  das  Ritterwesen  nicht
zur  Blüte  gelangte,  wie  z.  B.  in  den  rein  slawischen  Ländern,
stellte  sich  die  Heraldik  nicht  in  der  Zeit  fest,  als  sie  noch,
ihrer  Prinzipien  sich  bewußt.  lebendig  und  *—**#  war,
lonbern  äu“  dort  ein  ae  m  der  neueren  bout

.-,  ·-  ;  verdorben.  Nar  *  unch
trift  man,  bei  ost  gönrnten  Verkennen  der  wahren  Bedeutung
  der  heraldischen  Prinzipien,  eine  unangenehme
Überladung,  Verschnörkelung  und  unnütze  Modernisierung.
Es  haben  hier  manchmal  30  bis  10  Familien  einerlei
Wappen.  In  Polen  sind  besonders  die  aus  Hausmarken
oder,  wie  die  neuste  Forschung  behauptet,  aus  Runenzeichen
hervorgegangenen  s  die  #  T  „öischen

sirchcn  Dem  n  Narionelcharalter  zufolge  *7  rrsch

große  Vorliebe  für  Pracht  und  Luxus,  bader  glänzende
Farben  und  Pelzwerk;  überwiegend  sind  die  Heroldsfiguren,
namentlich  solche  aus  Fehwerk  (vair),  sehr  häufig  mit  Fig
bestreute  odeer  beseete  Felder,  mehrfarbige!  "«

d  er,  nach  den  Ranqitufen  des  fut  fe  -;
ganz  oder  teilweise  vergoldet  oder  versilbert  (s.  *  *  den
Helmen),  ferner  Wappenzelte  und  andere  heraldische  Prachtstücke
  »

In  neuerer  Zeit,  besonders  unter  Napoleon  I.,  entartete
hier  die  Heraldik,  man  ließ  den  Helm  ganz  weg  und  setzte  an

dessen  Stelle  das  theatermäßige  Federbarett  (Toquc);  die