Einleitung.

Mit  Gott,  für  Kaiser,  König  und  Vaterland!

Gewappnet  mit  diesem  eisernen  Schilde,  zogen  unsere  Soldaten  hinaus  in  das  Feindesland,  als  ihr  Oberster
Kriegsherr  sie  rief,  um  das  Vaterland  gegen  die  Feinde  zu  schützen.  Gleich  einer  Hydra  erhoben  unsere
Feinde  sich  im  Westen,  über  dem  Kanal,  im  Osten  Europas  und  im  fernen  Osten  Asiens.  Ein  Heer  von
Lügnern,  Heuchlern  und  Betrügern  galt  es,  zu  bekämpfen.

Längst  wühlten  unsere  Feinde  im  Verborgenen  wie  Maulwürfe  an  der  Zerstörungsarbeit,  Deutschland
und  Österrreich-Ungarn  sollten  klein  gemacht  werden  und  zwar  so  klein,  daß  sie  in  Zukunft  an  der  Kulturarbeit
  der  Welt  nicht  mehr  mitarbeiten  sollten  und  konnten.  Sie  sollten  vom  Weltenplane  gänzlich  verschwinden.

Die  Serben  waren  ausersehen,  als  die  größten  der  Verbrecher,  die  Brandfackel  in  das  Lager  des  Friedens
und  stillen  Arbeitens  hineinzuwerfen.  Das  österreichisch-ungarische  Thronfolgerpaar  sollte  von  diesen  meuchlings
ermordet  werden,  und  damit  sollte  das  Signal  zum  Aufleuchten  der  Kriegsfackel  gegeben  sein.  In  allen  Landen
sollte  sie  brennen  und  der  Weltkrieg  1914  war  da.  Ja  er  war  da!  So  geschah  es!

Das  Thronfolgerpaar  war  meuchlings  von  den  Serben  dahingemordet  und  Österreich  erklärte  den  Mördern,
den  Serben  den  Krieg.  Die  Mörderbuben  sollten  gezüchtigt  werden.

Da  zeigte  es  sich,  wer  die  eigentlichen  Anstifter  hierzu  gewesen  waren.  Rußland,  Frankreich,  England
und  Belgien  hatten  längst  gerüstet  und  warteten  nur  auf  dieses  Signal.  Kaiser  Wilhelm  hatte  seinem
Verbündeten,  dem  Kaiser  Franz  Joseph  von  Österreich-Ungarn  sein  Mannes-  und  Kaiserwort  gegeben,
ihm  treu  zur  Seite  zu  stehen,  wenn  Österreich  von  anderen  Staaten  angegriffen  würde.  Und  Kaiser  Wilhelm
hat  sein  Wort  eingelöst.  Rußland  und  Frankreich  standen  schon  gerüstet  an  den  Grenzen  Deutschlands.  Als
Rußland  Österreich  den  Krieg  erklärte,  hat  auch  der  Deutsche  Kaiser  das  Schwert  aus  der  Scheide  gezogen.
Seine  angestellten  Vermittlungsversuche  beim  Zaren  von  Rußland  und  beim  König  Georg  von  England
fanden  kein  Verständnis  und  kein  Gehör.  Natürlich,  denn  die  längst  im  Geheimen  geschmiedeten  Pläne
der  Verbündeten  durften  ja  nicht  mehr  über  den  Haufen  geworfen  werden.  Es  wäre  ja  zu  schade  gewesen!??!

Die  Kriegserklärungen  flogen  von  Hofe  zu  Hof,  von  Lande  zu  Land.

Rußland  —  Frankreich  —  England  —  Belgien  —  Serbien  —  Montenegro  —  Monako  und  Japan  erklärten
sich  als  offene  Feinde  Deutschlands  —  Österreich-Ungarns.  Italien  mußte  neutral  bleiben.  Und  die  anderen
Staaten  erklärten  ihre  Neutralität  und  haben  diese  auch  bis  heute  (Anfang  November)  strikte  gehalten.  Nachdem
der  Krieg  schon  drei  Monate  gedauert,  trat  die  Türkei  aus  ihrer  Neutralität  heraus  und  erklärte  sich  offen  und
frei  an  der  Seite  Deutschlands  —  Österreich-Ungarns  als  deren  Freunde  und  Bundesgenossen  gegen  deren
Feinde.

Feinde  ringsum!  Lügen  ringsum!  Die  feindliche  Presse  schrie  es  in  alle  Welt  hinaus,  daß  der  deutsche
Kaiser  den  Krieg  angezettelt  hätte,  und  zwar  nur,  um  seinen  Länderdurst  zu  stillen.  Die  Soldaten  seien  von

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