Zahlreiche  Geschütze,  Feldzeichen  und  Gefangene,  darunter  mehrere  Generale,  sind  ihr  in  die  Hand  gefallen.

Westlich  der  Maas  gehen  unsere  Truppen  gegen  Maubeuge,  die  erste  französische  Festung  an  der  Sambre

dicht  an  der  belgischen  Grenze,  vor.

Auf  das  japanische  Ultimatum  wurde  dem  deutschen  japanischen  Geschäftsträger  in  Berlin  folgende  mündliche
  Erklärung  gegeben:

Auf  die  Forderungen  Japans  hat  die  deutsche  Regierung  keinerlei  Antwort  zu  geben.  Sie  sieht  sich  daher
veranlaßt,  ihren  Botschafter  in  Tokio  abzuberufen  und  dem  japanischen  Geschäftsträger  in  Berlin  die  Pässe
zuzustellen.

Die  japanische  Regierung  kündigte  in  ihrem  Ultimatum  gleichzeitig  an,  daß  sie,  falls  sie  nicht  bis  zum
23.  August  1914  mittags  von  der  kaiserlich  deutschen  Regierung  Antwort  erhalten  sollte,  die  die  bedingungslose
Annahme  der  vorstehenden,  von  der  kalserlichen  Regierung  erteilten  Ratschläge  enthält,  sich  genötigt  sehen  wird,
so  vorzugehen,  wie  sie  es  nach  Lage  der  Sache  für  notwendig  befinden  wird.

Bei  Saarlouis  wurde  ein  französischer  Flieger  heruntergeschossen.

Die  Serben  werden  nun  aber  von  allen  Seiten  bedrängt.  In  Nisch  herrscht  eine  Panik  infolge  der  großen
erlittenen  Verluste.  Aus  Serajewo  wird  gemeldet:  Am  20.  August  Serbenstellung  Höhe  954  bei  Visegrab
genommen.  Seesoldaten  in  erster  Linie.  Es  handelt  sich  bierbei  um  das  deutsche  Skutari-Detachement,  das
sich  nach  Abzug  von  Skutari  den  österreichischen  Operationen  angeschlossen  hat.  In  Berlin  traf  der  stellvertretende
  Sekretär  des  amerikanischen  Kriegsamtes  Henri  Breckinridge  mit  etwa  15  amerikanischen  Offizieren
ein,  mit  dem  Auftrage,  mit  dem  in  Hôk  (Holland)  angekommenen  Kriegsschiff  Tennessee  die  hier  befindlichen
staatsangehörigen  Amerikaner  abzuholen.

Die  belgische  Presse,  mit  Ausnahme  der  in  Antwerpen,  erscheint  jetzt  in  deutscher  Sprache.  Der  deutscherseits
  eingesetzte  Gouverneur  hat  das  weitere  veranlaßt.

Die  Wirkung  des  42  Zentimetergeschosses  bei  Lüttich  war  ganz  enorm.  Das  Fort  Lanein  ist  nur  noch  an
einem  Loch  erkennbar,  da  dort  ein  Pulvermagezin  zerstört  wurde.

In  Gent  haben  sie  scheint  es  auch  einen  ganz  erklecklichen  Schrecken  vor  den  Deutschen  bekommen.  Die
Bürgerwehr  rüstet  ab  und  schickt  ihre  Wassen  nach  Antwerpen.  Gent  ist  zur  friedlichen  Übergabe  an  die
Deutschen  bereit.

Der  Sieg  der  kronprinzlichen  Armee  bei  Longwy  war  entscheibend.  Weggeworfene  Waffen  deuten  auf
einen  panikartigen  Rückzug  der  Franzosen  an  mehreren  Stellen  hin.

Das  Hauptquartier  und  seine  Umgebung,  die  Wege,  Brücken,  Höhen,  selbst  das  Wohnhaus  Seiner
Majestät  sind  durch  Maschinengewehre  gesichert.

In  Monte  Carlo  herrschen  ja  recht  traurige  Zustände.  Das  Pariser  Publikum  ist  mit  allem,  was  es  mitnehmen
  konnte,  per  Auto  und  per  Eisenbahn  unter  allen  möglichen  Verkleidungen  und  natürlich  großen  Bestechungen
  des  Eisenbahnpersonals,  auf  und  davon  nach  Monte  Carlo.  Als  sie  dort  in  den  Spielhöllen  drunter
und  drüber,  wie  die  Irrsinnigen  hausten  und  spielten,  kamen  die  Franzosen  und  holten  sämtliche  Auto's  als
Kriegsbeute.  In  den  Spielhöllen  prügelten  sie  sich  regelrecht  durch  und  war  der  Pächter  schließlich  gezwungen,
die  Säle  zu  schließen.  Auch  die  Staats  und  Privat-Auto's  des  Fürsten  von  Monaco  haben  die  Franzosen  geholt.
  Nur  einen  alten  Ratterkasten  haben  sie  ihm  gelassen,  mit  diesem  fuhr  er  nach  Paris  und  suchte  Poincare
auf,  um  sich  bei  ihm  zu  beschweren.  Das  wird  ihm  wohl  wenig  helfen,  denn  womöglich  wird  Poincare  auch
schon  Paris  aus  Furcht  vor  der  Revolution  verlassen  haben.  Er  hat  mit  dem  Feuer  gespielt  und  muß  nun  die
Folgen  des  angesteckten  Brandes  selbst  tragen  und  verantworten.

Gestern  traf  in  Lemberg  ein  Transport  Gefangener  ein.  20  russische  Offiziere,  300  Dragoner.  Ferner
6  Maschinengewehre,  6  Feldküchen,  zahlreiche  Wagen  mit  Rüstzeug  usw.  Auf  dem  östlichen  Schauplatz  hat
der  Feind  deutsches  Gebiet  betreten.  Viele  russische  Kräfte  sind  in  der  Richtung  Angerapp  und  nördlich  der
Eisenbahn  Stallupönen-Insterburg  vorgedrungen.  Das  erste  Armeekorps  hat  den  Feind  bei  Wirrballen
aufgehalten,  griff  den  Feind,  der  auf  Gumbinnen  und  südlch  vordrang,  an  und  schlug  ihn  zurück.  Wir  machten

Gefangene.  Bei  Narews  gingen  weitere  Massen  vor  und  zogen  wir  unsere  Truppen  zwecks  Maßnahme
anderer  Dispositionen  zurück.

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