vour  unternommener  französischer  Durchbruchsversuch  auf  dem  äußersten  rechten  deutschen  Flügel  brach
ohne  besondere  Anstrengungen  unserer-Truppen  in  sich  schließlich  selbst  zusammen.  Die  Mitte  der  deutschen
Armee  gewinnt  langsam,  aber  sicher  Boden.  Auf  dem  rechten  Maasufer  versuchte  Ausfälle  aus  Verdun  wurden
  mit  Leichtigkeit  zurückgewiesen.

Aus  Kairo  wird  gemeldet:  Die  Stellungnahme  der  Araber  gegen  die  Engländer  nimmt  immer  schärfere
Formen  an.  Alle  aus  arabischen  Gegenden  nach  Mekka  gelangten  Nachrichten  stimmen  darin  überein,  daß  die
Araber  England  gegenwärtig  als  den  ärgsten  Feind  des  Islams  betrachten.  Gemäß  der  Weisung  des  Scherifs
von  Mekka  versammeln  sich  täglich  Tausende  von  Beduinen  in  der  Umgebung  von  Dscheddah  und  Jambo,
um  etwaige  Landungsversuche  der  Engländer  zu  verhindern  und  die  heiligen  Stätten  des  Islams  zu  schützen.
Ferner  finden  in  der  Gegend  von  El  Arisch  und  Akkaba  große  Ansammlungen  von  Beduinen  statt,  um  ein
etwaiges  Eindringen  zu  bekämpfen.

Der  russische  Mordbrenner-General  Martos,  der  befohlen  hatte,  die  besetzten  Ortschaften  Ostpreußens
zu  verbrennen  und  die  männlichen  Einwohner  zu  erschießen,  wurde  heute  in  Halle  gefesselt  eingebracht.  Er
kommt  vor  ein  Kriegsgericht.

Nach  der  Festsetzung  der  Höchstpreise  für  den  Kleinhandel  ist  keine  Steigerung,  im  Gegenteil  in  verschiedenen
  Artikeln  sogar  Ermäßigung  eingetreten.  Daraus  ist  zu  ersehen,  daß  die  Dummen,  welche  in  großen
Massen  einkauften  und  ihren  kleineren  Rebenmenschen  die  Preise  verteuern  wollten,  quasi,  ihnen  das  Brot
nahmen,  diesmal  wirklich  dle  Dummen  gespielt  baben.  Wie  mögen  sich  die  ärgern!

Großes  Hauptquartier.  Das  franzssische  13.  und  14.  Armeekorps  und  Teile  einer  weiteren  Division  sind
gestern  südlich  Noyon  entscheidend  geschlagen  und  haben  mehrere  Batterien  verloren.  Feindliche  Angriffe
gegen  verschiedene  Stellen  der  Schlachtfront  sind  blutig  zusammengebrochen.  Ebenso  ist  ein  Vorgehen  französischer
  Alpenjäger  am  Vogesenkamm  im  Bruchtale  zurückgewiesen.  Bei  Eroberung  des  Chateau  Brimont
bei  Reims  sind  2500  Gefangene  gemacht  worden.

Auch  sonst  wurden  in  offener  Feldschlacht  Gefangene  und  Geschütze  erbeutet,  deren  Zahl  noch  nicht  zu  übersehen
  ist.

Das  Ostheer  setzte  seine  Operationen  im  Gouvernement  Suwalki  fort  und  geht  teilweise  auf  die  Festung
Osowiez  über.

Die  österreichisch-ungarischen  Truppen,  die  vor  mehreren  Tagen  die  Drina  überschritten  haben,  befinden
sich  bereits  auf  dem  Marsche  nach  dem  Osten.  Am  Dienstag  wurde  Waljewo  genommen  und  nach  heftigem
für  die  Serben  verlustreichen  Kämpfen  besetzt.  Teile  unserer  Truppen,  die  bei  Zwornik  über  die  Grenze  gegangen
  waren,  vereinigten  sich  bei  Waljewo  mit  bei  Bjelina  in  Serbien  eingedrungenen  Truppen,  um  gemeinsam
  nach  Osten  vorzugeben.

Der  Vertreibung  der  Serben  aus  Slavonien  gingen  zwei  große  Schlachten  bei  Jakowo  und  Altpazua
voran,  wo  die  Serben  eine  gewaltige  Niederlage  erlitten.  Unsere  Artillerie  und  Maschinengewehre  hielten  in
den  Reihen  der  Serben  eine  furchtbare  Ernte.  Sie  hatten  in  diesen  Schlachten  ungefähr  2000  Gefallene.  Bei
Jakowo  wurden  4000  und  bei  Altpazua  3000  Gefangene  gemacht,  sowie  zahlreiches  Kriegsmaterial  erbeutet.
  Die  Schlacht  bei  Altpazua  endete  mit  einer  wilden  Flucht  des  Feindes,  der  gegen  die  Save  lief,  wobei
eine  große  Anzahl  Serben  den  Tod  in  den  Wellen  fand.  Hier  wurde  gleichfalls  beträchtliches  Kriegsmaterial
erbeutet.

Die  russische  Mordbrennerei  in  Ostpreußen  hat  2  größere  Ortschaften  ganz  betroffen,  doppelt  soviel
aber  schwer  beschädigt  und  teilweise  zerstört.

Nach  dreiwöchiger  russischer  Herrschaft  ist  die  Stadt  Tilsit  wieder  von  den  Eindringlingen  befreit
und  die  Tilsiter  Zeitung  erscheint  wieder.  Diese  veröffentlicht,  daß  es  das  Verdienst  der  Stadtverwaltung  sei,
die  Russen  zu  einer  Haltung  in  Tilsit  zu  veranlassen,  wie  sie  sie  äußerst  selten  gezeigt  hätten.

Die  Stadt  Königsberg  hat  dem  Generalobersten  von  Hindenburg  das  Ehrenbürgerrecht  verliehen.


Verwundete  österreichische  Artillerieoffiziere  erzählen,  daß  der  Erzherzog  Leopold  Salvator,  der  in

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