hat  gleichfalls  eine  halbe  Million  Dollar  zusammengebracht.  —  Daraus  ersehe  ich  mit  großer  Freude  und  Genugtuung,
  baß  mein  zu  Anfang  bes  Krieges  an  amerikanische  Zeitungen  und  deutsche  Vereinigungen  gerichteter
Aufruf  mitgeholfen  hat,  das  Interesse  für  uns  zu  wecken.  Hans.

Hans  schimpft:

Daß  in  englischen  und  französischen  Blättern  öffentlich  über  unsern  Kaiser  Wilhelm  die  frechsten  und
unverschämtesten  Verleumdungen  und  Lügen  ausgestreut  werden,  das  haben  in  letzten  Monaten  die  feindlichen
ausländischen  Lügenblätter  zur  Genüge  bewiesen.  Wir  Deutschen  Alle,  wir  wissen  nur  zu  gut,  daß  alle  Verhöhnungen
  über  unseren  Monarchen  uns  und  ihn  unberührt  lassen.  Der  beste  Beweis,  wie  hoch  unser  Kaiser
bei  une  sieht  in  Ansehen  und  Ehren,  das  ist  das  eimmütige  Einsetzen  des  ganzen  deutschen  Volkes  auf  seinen
Aufruf  zum  Kriege  und  die  bis  jetzt  gezeichneten  4½  Milliarde  Kriegsanleihen.  Damit  schlagen  wir  den  gemeinen
  Lügenmäulern  jedenfalls  am  kräftigsten  auf  den  Mund  und  das  übrige  wird  unsere  tapfere  heldenmütige
Kriegerschar  gründlich  besorgen.

Ein  nachahmenswürdiges  Verfahren  hat  dos  bayrische  Kriegsministerium  in  zwei  Fällen  festgesetzt.  Es
hat  erfahren,  daß  zwei  Firmen  die  Gehälter  und  Löhne  für  Personal  und  Arbeiter  gekürzt  hatte,  ohne  daß  eine
Veranlassung  vorlag,  und  hat  die  erteilten  Aufträge  für  Lieferung  für  das  Heer  zurückgezogen.

In  einem  aus  dem  Großen  Hauptquartier  an  den  Oberbürgermeister  von  Berlin  gerichteten  Telcgramm
hat  der  Kaiser  der  patriotischen  und  arbeitsamen  Bürgerschaft  Berlins  Gruß  und  Segenswunsch  ausgesprochen.

Der  Hamburger  Senat  hat  der  jungen  Gattin  des  Kapitänleutnants  Weddigen,  einer  Tochter  des
Hamburger  Kaufmanns  Theodor  Prencke,  mit  einem  Glückwunsch  für  die  Heldentat  ihres  Gatten,  des  Führers
des  U.  9.,  einen  herrlichen  Blumenaufsatz  aus  Maiglöckchen  und  Alpenveilchen  geschickt.

27.  September.

Aus  dem  Großen  Hauptquartier  wird  amtlich  gemeldet:  Der  Feind  hat  unter  Ausnutzung  seiner  Eisenbahnen
  einen  weit  ausholenden  Vorstoß  gegen  die  äußerste  rechte  Flanke  des  deutschen  Heeres  eingeleitet.  Eine
hierbei  auf  Bapaume  vorgehende  französische  Divislon  ist  von  schwächeren  deutschen  Kräften  zurückgeworfen
worden.  Auch  sonst  ist  der  Vorstoß  zum  Stehen  gebracht.  In  der  Mitte  der  Schlachtfront  kommt  unser  Angriff
an  einzelnen  Stellen  vorwärts.  Die  angegriffenen  Sperrforto  südlich  Verdun    haben  ihr  Feuer  eingestellt.
Unsere  Artillerie  steht  nummehr  im  Kampfe  mit  Kräften,  die  der  Feind  auf  dem  westlichen  Maasufer  in  Stellung
brachte.  —  Auf  den  übrigen  Kriegsschauplätzen  ist  die  Lage  unverändert.

Die  Schlachtfront  unserer  Truppen  in  der  ganzen  Linie  hat  eine  Länge  von  340  Kilometer,  in  die  erfreulicherweise
  durch  unsere  Erfolge  gegen  die  Sperrfortslinie  südlich  von  Verdun  ein  kräftiger  Keil  vorgerieben
wurde.

Aus  Anlaß  der  Heldentat  des  U.  9  hat  der  Flottenbund  deutscher  Frauen  dem  Führer,  dem  Kapitänleutnant
  Otto  Weddigen  und  seiner  tapferen  Mannschaft  die  herzlichsten  Glückwünsche  zu  dem  großen  Erfolge
ausgesprochen  und  1000  Mark  als  Zeichen  tiefer  Dankbarkeit  deutscher  Frauen  und  Mädchen  für  die  Besatzung

übersandt.

Der  Bergwerksbesitzer  Emil  Sauer  in  Berlin  hat  dem  Reichsmarineamt  6000  Mark  zur  Verfügung
gestellt  zum  Teil  zu  einem  Ehrengeschenk  für  die  Offiziere  und  Chargierten  des  U.  9.,  zum  andern  Teil  zu  Sparkassenbüchern
  für  seine  Mannschaften.

Wie  aus  Norrköping  gemeldet  wird,  ist  ein  russischer  Kreuzer  älteren  Typs  bei  Baltischport  auf  Grund
gestoßen.

Ein  in  Gotha  verstorbener  französischer  Offizier  vermachte  sein  ganzes  bedeutendes  Vermögen  dem
deutschen  Roten  Kreuz  mit  der  Begründung,  daß  Frankreich  ungerechtfertigter  Weise  Deutschland  den  Krieg
erklärt  habe.

Londoner  Meldungen  geben  zu,  daß  die  gefürchteten  42  Zentimeter-Geschütze  vor  Verdun  in  Stellung
gebracht  worden  sind  und  daß  sich  der  Belagerungsring  merkbar  enger  um  die  Festung  geschlossen  habe.

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