hebenste  in  diesem  großen  Jahr  ist  das  feste  Zusammenstehen  aller  Stände  und  Berufszweige
  in  Deutschland.  Möge  diese  Einigkeit  weiter  wirken  über  die  Kriegszeit  hinaus.

Wie  die  Belgier  im  eigenen  Lande  hausen,  darüber  meldet  der  Nieuwe  Rotterdamsche  Courant:  Bei
Antwerpen  hatten  die  Belgier  das  Dorf  Linden  wieder  besetzt.  Dort  hatte  die  niederländische  Familie  von
Blankenhagen  in  ihrem  Familienschloß  auf  eigene  Kosten  ein  Lazarett  eingerichtet,  in  dem  auch  etwa  40  belgische
  Verwundete  verpflegt  wurden.  Von  dem  Dache  des  Schlosses  wehte  die  Rote  Kreuzflagge  und  die
niederländische.  Kaum  waren  die  belgischen  Soldaten  ins  Dorf  eingerückt,  alo  sie  auch  schon  in  das  Schloß
eindrangen,  dasselbe  völlig  zersiörten  und  in  Brand  steckten.  —  Nette  Bande!

Die  Petit  Gironde  schreibt:  Die  kleine  belgische  Armee  in  Antwerpen  fechtet  zwar  mit  dem  Mute  der
Verzweiflung,  um  die  Erwartungen  der  Verbündeten  nicht  zu  täuschen,  ich  erwarte  aber  wenig  von  diesem
Widerstand,  denn  unser  Gegner  ist  zu  stark,  was  um  so  bedenklicher  ist,  als  wir  zu  einem  kleinen  Teil  jetzt  unsere

General M. Ritter v. Auffenberg

Hoffnungen  nur  auf  notdürftig  ausgebildete  Ersatztruppen  gründen  müssen.  In  Belgien  sei  man  selbst  der
Meinung,  daß  jeder  weitere  Widerstand  nur  nutzlose  Opfer  koste.

Prinz  Felir  Parmo  ist  im  Wiener  Dragoner-Regiment  Nr.  15  mit  seinem  Erzieher  dem  Grafen  Al
als  Kriegsfreiwilliger  eingerückt.

Über  weitere  deutsche  Erfolge  im  Westen  wird  gemeldet:  Auf  unserer  Linken  geht  die  Schlacht  in  der  ganzen
Front  zwischen  Oise  und  Somme  sowie  nördlich  der  Somme  weiter.  Sehr  heftige  Angriffe  wurden  zwischen
der  Oise  und  Reims  gemacht.  An  mehreren  Punkten  sind  die  deutschen  und  die  französischen  Schützengräben
nur  ein  paar  hundert  Meter  voneinander  entfernt.

Im  Zentrum  hat  die  preußische  Garde  zwischen  Reims  und  Sounain  einen  kräftigen  Angriff  gemacht.
Von  Souain  bis  zu  den  Argonnen  haben  die  Deutschen  am  Morgen  erfolgreich  Vouzieère  angegriffen.  Zwischen
den  Argonnen  und  der  Maas  und  auf  den  Mansböben  geschab  nichts  neues.  Im  Süden  des  Woeuvre  slehen
die  Deutschen  in  einer  Front  von  St.  Mihiel  noch  Nordost.  In  Lothringen  und  in  den  Vogesen  hat  sich  nichts
neues  ereignet.

Der  Flieger-Leutnant  von  Decken,  der  gestern  Paris  überflog,  warf  im  ganzen  fünf  Bemben  aus.  Die
erste  siel  auf  die  Rennbahn,  die  zweite  und  dritte  in  die  Straßen,  die  beiden  letzten  beim  Eiffelturm  nieder.

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