eigener  Erfahrung  kenne,  da  ich  damals  in  ihren  Reihen  mitgekämpft  habe.  gez.  von  Böhn,  General  der  In
fanterie  und  kommandierender  General.

Prinz  Franz  von  Bayern,  der  dritte  Sohn  des  Königs,  der  Generalmajor  und  Kommandeur  des  2.  bayrischen
  Infanterie-Regiments  Kronprinz  in  München,  wurde  bei  den  letzten  Kämpfen  leicht  verwundet  und
kommt  auf  dem  Rücktransport  nach  München.

Wie  aus  Konstantinopel  gemeldet  wird,  fand  in  Siwedij  an  der  russisch-persischen  Grenze  ein  ernster
Zusammenstoß  zwischen  Russen  und  persischen  Sumai-Nomaden  statt,  wobei  zwei  russische  Offiziere  und
200  Soldaten  getötet,  sowie  vier  russische  Offiziere  und  40  Soldaten  verwundet  wurden.  Amtlich.

Aus  Saloniki  wird  berichtet,  daß  Nachrichten  aus  Monastir  zufolge  in  der  Gegend  von  Dibra  ein  albanischer
  Aufstand  ausgebrochen  sei,  wobei  die  Serben  vertrieben  worden  seien.

Wie  der  Amsterdamer  Telegraf  meldet,  wurden  die  auf  zwei  englischen  Werften  im  Baue  befindlichen
  spanischen  Kriegsschiffe  von  der  Admiralität  beschlagnahmt.

Nach  dem  Krakauer  Naprzod  hat  der  Oberkommandierende  der  deutschen  Armeen  in  Russisch-Polen
folgenden  Aufruf  unter  der  Landbevölkerung  verbreiten  lassen.

Das  räuberische  Moskowitertum,  das  dieses  Land  bestahl  und  seine  Bewohner  nach  Sibirien  hinausschleppte,
  flüchtet  jetzt  vor  den  Befreiern  der  polnischen  Nation,  das  ist  vor  den  deutschen  und  österreichischungarischen
  Armeen.  Aber,  obwohl  schon  in  Flucht,  häuft  das  Moskowitertum  noch  eine  Schmach  auf  die
andere.  In  die  Häuser  ruhiger  polnischer  Bürger  schleichen  Agenten  und  Spione  ein  und  töten  aus  dem  Hinterhalte
  deutsche  und  österreichisch-ungarische  Soldaten.  Durch  solche  Taten  wollen  sie  das  polnische  Volk  strafen,
durch  solche  Taten  wollen  sie  einen  Verdacht  auf  dos  polnische  Volk  lenken,  damit  es  unschuleig  leide.  Das
Geld,  das  die  russische  Regierung  aus  den  polnischen  Bürgern  heraussaugt,  wird  jetzt  dazu  verwendet,  um
Mörder  zu  dingen,  die  das  Land  ins  Unglück  und  Verderben  hineinreißen.  Gebet  acht,  daß  sich  in  Euere  Häuser
keine  Spione  und  Agenten  einschleichen.

Ab  4.  Oktober  werden  für  Österreich-Ungarn  während  der  Dauer  der  kriegerischen  Ereignisse  neue  Briefmarken
  zu  und  20  Heller  mit  einem  Aufschlage  von  je  2  Heller  ausgegeben.  Die  aus  diesem  Aufschlage
sich  ergebenden  Einnahmen  werden  der  Unterstützung  von  Witwen  und  Waisen  gefallener  Krieger  gewidmet.

Aus  zuverlässiger  Quelle  erfahren  wir,  daß  die  deutschen  Angehörigen  in  Japan  alle  wohl  und  munter  sind.

Der  ehemalige  König  der  Albaner,  der  Prinz  zu  Wied,  ist  zur  Betelligung  am  Kriege  in  die  deutsche
Armee  eingetreten.

Der  Kaiser  verlieh  dem  Fürsten  von  Hohenzollern  das  Eiserne  Kreuz  erster  und  zweiter  Klasse.

Der  Großherzog  von  Oldenburg  hat  eine  Kriegsauszeichnung  gestiftet,  die  den  Namen  Friedrich-August-Kreuz
  trägt  und  in  zwei  Klassen  für  Verdienste  um  Kriege  verliehen  wird.

Wie  aus  Berlin  von  zuverlässiger  Seite  gemeldet  wird,  befinden  sich  an  den  königlichen  und  fürstlichen
Höfen  keine  ausländischen  Erzieherinnen.

Aus  Petersburg  wird  gemeldet,  daß  die  Deutschen  die  Beschießung  der  Festung  Ossowice  begonnen  haben.

In  den  deutschen  Gefangenenlagern  einschließlich  der  Festungsrayons  waren  bis  zum  25.  September
1914  1920  russische  Offiziere,  darunter  18  russische  Generale,  eingeliefert  worden.

Bürgermeister  von  Brüssel,  Max,  ist,  wie  aus  Brüssel  mitgeteilt  wird,  von  neuem  verhaftet
worden.  Die  Verhaftung  erfolgte  im  Interesse  der  Autorität  der  deutschen  Militärbehörden.  An  Stelle  des
Max  ist  der  Schöffe  Lemonier  getreten.

Zu  den  englischen  Schiffen,  die  vom  deutschen  Kreuzer  Emden  in  den  Grund  gebohrt  worden  sind,  gehört
der  Diplomat.  Dieses  Schiff  hatte  eine  Ladung  von  drei  Millionen  Pfund  Tee  an  Bord.

Auch  dem  Senat  von  Lübeck  ist  ein  Telegramm  zugegangen,  das  die  hervorragenden  Leistungen  der  Hanseaten
  anerkennt.

Infanterie-Regiment  Lübeck  hat  am  16.  und  17.  September  die  Feuerprobe  glänzend  bestanden  und  getreu
dem  alten  Hanseatengeist  unter  schweren  Verlusten  hervorragend  tapfer  an  den  Kämpfen  der  1.  Armee  teilgenonmmen.
  Generalmajor  von  Lewinski.