Amtlich  wird  gemeldet:  Nördlich  und  südlich  vom  Orte  Albert  bei  Amiens  vorgehenbe  feindliche  Kräfte
sind  unter  schweren  Verlusten  für  den  Gegner  zurückgeschlagen  worden.

Aus  der  Front  der  Schlachtlinie  ist  nichts  neues  zu  melden.  An  den  Argonnen  geht  unser  Angriff  stetig,
wenn  auch  langsam  vorwärts.

Vor  den  Sperrforts  an  der  Maaslinie  keine  Veränderung.

In  Elsaß-Lothringen  stieß  der  Feind  gestern  in  den  mittleren  Vogesen  vor.  Seine  Angriffe  wurden  heftig
zurückgeworfen.

Vor  Antwerpen  sind  zwei  unter  Feuer  genommene  Forts  zerstört.

Serbien  ist  kriegsmüde,  das  glauben  wir  ihnen  gerne.  Das  Gros  der  Bevölkerung  und  der  Armee  ist
bereit,  die  Waffen  zu  strecken.

In  den  letzten  Tagen  sind  wieder  sooo  Gefangene  und  eine  große  Zahl  Geschütze  in  das  Landinnere  gebracht
  worden.

In  der  Guerre  soclale  schrieb  der  französische  Republikaner  Raque:  Was  Frankreich  anbetrifft,  so  ist  ein
Hinausziehen  des  Krieges  aus  wirtschaftlichen  Gründen  unmöglich.  Jetzt  schon  sollen  die  französischen
Verluste  über  300000    Mann  betragen.  Wenn  es  so  weiter  gehe,  wie  in  den  letzten  Wochen,  dann  würden
nach  oberflächlicher  Schätzung  die  französischen  Verluste  in  einem  halben  Jahre  500000    Mann  betragen.  Ein
Krieg  von  einem  Jahre  würde  Frankreich  ruinieren.

Das  Spvenska  Dagbladet  schreibt:  Die  neue  österreichisch-deutsche  Front  wirt  sicherlich  bald  so  stark
sein,  daß  die  rückwärtige  Bewegung  aufhört.  Von  russischer  Seite  soll  man  durch  Rekognoszierungen  zu  dem
Resultat  gekommen  sein,  daß  die  Stellung  des  Gegners  zwischen  Przemysl  und  Krakau  so  stark  ist,  daß
sie  einer  förmlichen  Belagerung  ausgesetzt  werden  muß,  besonders,  nachdem  die  Russen  der  österreichischen
Armee,  die  durch  starke  deutsche  Verstärkungen  untersiützt  ist,  der  Lage  nach  bis  auf  weiteres  unterlegen  sind
infolge  der  starken  Abteilungen,  die  man  teils  nach  Polen,  teils  nach  Ostgalizien  senden  mußte,  um  ein  Zusammenwirken
  mit  den  Truppen  in  der  Bukowing  zu  erreichen.  Bestätigt  sich  die  Nachricht  von  den  Detachierungen
  nach  Polen  hin,  so  versteht  man,  daß  die  Wirkung  von  General  von  Hindenburgs  Operationen
jetzt  in  der  Form  einer  Erleichterung  des  russischen  Drucks  auf  Österreich  zum  Ausruck  kommt.  Diese  Nachricht
  kommt  aus  Petersburg.

Aus  Konstantinopel  wird  gemeldet:  Der  Perserstamm  Sumai  griff  bei  Bachsale  die  russische  Stellung
  Sirdschick  an.  Zwei  russische  Offiziere  und  zweihundert  Mann  wurden  getötet,  vier  Offiziere  und  vierzig
Mann  sind  verwundet.  Der  Rest  der  Russen  floh  und  ließ  vier  Maschinengewehre,  Munition  und  Waffen  zurück.

Aus  dem  Kriegspressequartier  wird  amtlich  gemeldet,  daß  der  Armeekommandant  von  Auffenberg  
erkrankt  sei.

Schwarze  Bestien.  Der  ungarische  Graf  Michael  Karolyi,  der  bei  seiner  Ankunft  aus  Amerika  gefangen
genommen  gewesen  war  und  jetzt  frei  gelassen  wurde,  ist  heute  in  Wien  eingetroffen.  Sein  Reisegefährte,  der
Ingenieur  Friedrich  berichtet,  daß  die  Gefangenen  in  einem  engen  Raum  zusammengepfercht  gewesen  seien.
Eines  Tages  wurden  auch  verwundete  Turkos  dorthin  gesteckt.  Jeder  Turko  hatte  an  einer  Schnur  abgeschnittene
  Ohren,  Nasen,  und  beringte  menschliche  Finger,  die  sie  mit  einem  bestialischen  Triumphgeheul  jedermann
  vorwiesen.

Hans  schimpft:

Möge  es  den  deutschen  Truppen  und  ihren  Verbündeten  gelingen,  unsere  Feinde  derartig  zu  schlagen
und  zu  vernichten,  daß  sie  auf  immer  mit  solchen  Bestien  von  Menschen  keinen  Zusammenhang  mehr  haben.
Auch  die  Kolonien  müssen  ihnen  für  immer  genommen  werden.  Noch  haben  wir  mit  ihnen  nicht  abgerechnet.
Das  unschuldig  vergossene  Blut  unserer  Verwundeten  und  von  diesen  Kanaillen  geschändeten  Kriegern  schreit
zum  Himmel  um  millionenfache  Rache.

1.  Oktober.
Die  großen  Operationen  mit  dem  rechten  Flügel  auf  Paris  und  mit  dem  linken  Flügel  auf  Verdun  setzten

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