leutmant  Riemann,  Kommandeur  der  5.  Division,  zum  Kommandierenden  General  des  8.  Armeekorps  ernannt.
Der  Kommandantur  in  Altona  ist  folgendes  Schreiben  zugegangen:
18.  Inf.-Division.
D.  St.  Oqu.  Vassens,  den  5.  10.  1914.

Ich  erfülle  hiermit  die  angenehme  Pflicht,  den  Schleswig-Holsteinern  mitteilen  zu  können,  daß
ihre  Angehörigen  im  Feldzuge  Glänzendes  geleistet  haben.  Sie  haben  die  großen  Anstrengungen  der
Märsche  und  Kämpfe  großartig  überwunden  und  waren  in  allen  Schlachten  und  Gefechten,  die  die
18.  Division  zu  bestehen  hatte  (Tirlemont,  Mons,  Chateau  Thierry,  Montmirail,  Esternay,
Barguy  und  an  der  Aisne)  siegreich  und  werden  es,  dessen  bin  ich  gewiß,  auch  ferner  sein.  Wie  ich

 

            
General von  Beseler
Befehlshaber  vor Antwerpen.

stolz  darauf  bin,  eine  solche  Truppe  zu  führen,  kann  jeder  Schleswig-Holsteiner  stolz  darauf  sein,  solch
Landsleute  zu  haben,  gez.  von  Kluge,  Generalleutmant  und  Kommandeur  der  18.  Inf.-Division.

14.  Oktober.

Die  deutsche  Vorhut  kämpft  heftig  zwischen  Brügge  und  Ostende.

Die  Times  meldet:  Die  Mannschaften  der  Marinebrigade,  die  nach  achttägiger  Abwesenheit  gestern  von
Antwerpen  in  Dover  ankamen,  erzählten,  sie  seien  8  Tage  in  der  Hölle  gewesen.  Nach  dem  Abmarsch  seien
sie  40  Meilen  bis  Brügge  marschiert.  Von  da  seien  sie  mit  der  Bahn  weiterbefördert  worden.  Die  Anzahl
der  belgischen  Flüchtlinge  wird  auf  40000    geschätzt.  —  Die  Besetzung  von  Selzaete  verlief  ruhig.  —  In  Gent
sind  die  Deutschen  mit  klingendem  Spiele  eingezogen.  Die  Engländer  hatten  sich  kurz  vorher  aus  dem  Staube
gemacht.  Durch  eine  Proklamation  wurde  bekannt  gemacht,  daß,  wer  wollte,  Montag  und  Dienstag  die  Stadt
verlassen  dürfe.  Später  würde  keine  Erlaubnis  mehr  erteilt.

Amtlich.  Gestern  schlugen  unsere  gegen  Przemysl  anrückenden  Kräfte,  unterstützt  durch  einen  Ausfall
der  Besatzung,  die  Einschließungstruppen  derart  zurück,  daß  sich  der  Feind  jetzt  nunmehr  vor  der  Ostfront  der
Festung  hält.  Bei  seinem  Rückzuge  stürzten  mehrere  Kriegsbrücken  nächst  Soznica  ein  und  viele  Russen  er-