Schlacht  als  auch  unsere  Operationen  gegen  den  Dniester  nehmen  einen  guten  Verlauf.  Nördlich  Wyzskow
wurden  die  Russen  abermals  angegriffen  und  geworfen.  Bei  Synowucko  forcierten  unsere  Truppen  den
Striffluß,  gewannen  die  Höhen  nördlich  des  Ortes  und  nahmen  die  Verfolgung  des  Feindes  auf.  Ebenso
gelangten  die  Höhen  nördlich  Podbuz  und  südöstlich  Stary-Sambor  nach  hartnäckigem  Kampfe  in  unseren
Besitz.  Auch  nördlich  des  Strwazflusses  schreiten  unsere  Angriffe  vorwärts.  Nördlich  Przemysl  begannen
wir  bereits  auf  dem  östlichen  Sanufer  Fuß  zu  fassen.  Die  Zahl  der  während  unserer  jetzigen  Ofensive  gemachten
  Gefangenen  läßt  sich  natürlich  noch  nicht  annähernd  angeben.  Nach  den  bisberigen  Meldungen  sind
es  schon  mehr  als  15000    von  Höfer.

Die  Serben  versuchten  einen  verzweifelten  Angriff  auf  Cerny-Vra,  den  sie  mit  dem  Verlust  von  zwei
Infanterie-Regimentern,  zwei  Batterien  und  mehreren  Maschinengewehren  bezahlten.

Als  guter  Beweis  für  die  Ruhe  in  der  öffentlichen  Stimmung  in  Rumänien  kann  der  Umstand  gelten,
daß  die  Reservisten  nach  Hause  gesandt  worden  sind.



Generalleutnant v. Stein

Ein  Telegramm  aus  Lemberg  meldet,  daß  eine  große  Schlacht  an  der  Weichsel  bevorstehe.  Der  russische
  Flügel  steht  zwischen  Warschau  und  Iwangorod  mit  der  Front  gegen  600000    Deutsche,  das  russische
Zentrum  befindet  sich  südlich  von  Iwangorod  600000    vereinigten  deutsch-österreichischen  Truppen  gegenüber.
Der  linke  russische  Flügel  lehnt  sich  an  den  San.  Gegenüber  stehen  300000    Österreicher  mit  Przemysl  als  Basis.

18.  Oktober.

Nach  Feststellungen  der  holländischen  Blätter  befindet  sich  zurzeit  über  eine  Million  Belgier  als  Flüchtlinge
  auf  holländischem  Boden.  Die  Regierung  macht  die  größten  Anstrengungen,  um  diesen  unwillkommenen
  Massenzusatz  der  Bevölkerung  zu  ernähren  und  einzuquartieren.  In  einer  Massenversammlung
der  Flüchtlinge  in  Rotterdam  wurde  die  Frage  erörtert,  ob  die  Rückkehr  nach  Antwerpen  jetzt  schon  anzuraten  sei.

Aus  Konstantinopel  wird  gemeldet,  daß  die  indische  Revolution  immer  größere  Formen  annimmt.  Die
Erbitterung  werde  dadurch  erhöht,  das  England  mit  Gewalt  Hindus  in  die  Armee  Frankreichs  einreiht.  Etwa
10000    bewaffnete  Hindus  griffen  Kalkutta  an.  Aufständische  ermordeten  im  Verlaufe  des  Kampfes  angeblich
  den  Vize-König  und  viele  hohe  Beamte.