Der  Kommandant  des  kleinen  Kreuzers  Karlsruhe  Fregattenkapitän  Lüdecke,  ist  zum  Kapitän  zur
See  kommandiert  worden.  Der  Kreuzer  hat  sich,  wie  gemeldet  wurde,  in  den  letzten  Wochen  durch  Versenken
englischer  Handelsschiffe  hervorgetan.

Prinz  Wolrath  zu  Waldeck-Pyrmont  ist  am  17.  Oktober  als  Patrouillenführer  bei  Masly  (Nordfrankreich)
  den  Heldentod  gestorben.

Der  bei  einem  Dragonerregiment  dienende  zweite  Sohn  des  Prinzen  und  der  Prinzessin  Friedrich  Karl
von  Hessen,  Prinz  Maximilian  ist  durch  einen  Schuß  in  den  Oberschenkel  verwundet  worden.

Über  die  Tätigkeit  des  1.  Armeekorps  nach  der  Schlacht  bei  Tannenberg  bis  zum  16.  September  wird
in  ostpreußischen  Blättern  ein  amtlicher  Bericht  veröffentlicht,  in  dem  es  heißt,  daß  das  Armeekorps  Marschleistungen
  bis  zu  60  Kilometer  täglich  und  tägliche  Kämpfe  zu  bestehen  hatte.

Am  6.  September  bei  Jobannisburg.

Am  7.  und  8.  September  Kampf  bei  Arys.








  
Alfred Meyer-Waldeck
der  heldenhafte  Verteidiger

von  Kiautschou

Am  9.  und  10.  September  Schlacht  des  ganzen  Armeekorps  bei  Soltmahnen  und  Siewen,  der  mit  Zertrümmerung
  der  43.  russischen  Division  und  1  Reservedivision  endete.  Etwa  9000  Gefangene  und  74  Geschütze.
  Bedeutende  Zahl  von  Verwundeten  und  Toten  bei  den  Russen.  Drei  Regimentskommandeure  als
Leichen  auf  dem  Schlachtfelde.  Allgemeiner  Rückzug  Rennenkampf's.

11.  September  kleine  Nachhutkämpfe.

12.  September  Gefechte  bei  Ocziningken  und  Pillupönen.

13.  September  überschreiten  der  Grenze  und  Feuer  auf  die  abziehenden  Russen.

14.  September  Gefechte  bei  Olwita  und  Wilkowyzki  gegen  die  Nachhut  der  Russen.  3000  Gefangene
und  11  Geschütze,  sehr  viel  Munition  und  Material.

16.  September  Einnahme  von  Pilwiski  und  Mariampol.

Ein  polnisch-deutsches  Bergamt  für  Russisch-Polen  wurde  in  Sasnovice  errichtet.  Es  übernimmt
die  bisherige  Warschauer  Bergverwaltung.

Die  amtliche  Nachricht  von  der  Besetzung  vom  Stryj  und  Sereth  erweckte  in  Wien  großen  Jubel.  Die
Begeisterung  ist  begreiflich,  weil  der  Sieg  seit  langer  Zeit  die  erste  Nachricht  von  der  Bukowina  ist.  Namentlich
bei  den  70000    galizischen  Flüchtlingen  war  die  Freude  groß.

10  Weltkrieg  145