gerechnet  die  Hilfskreuzer,  wirken  zur  Aufsuchung  der  deutschen  Kreuzer  zusammen.  Die  gewaltige  Ausdehnung
  des  Ozeans  und  tausende  von  Inseln  und  Inselgruppen  gestatten  den  feindlichen  Schiffen,  sich  fast  unbeschränkt
  zu  bewegen.  Die  Auffindung  und  Vernichtung  der  feindlichen  Kreuzer  ist  daher  hauptsächlich  Sache
der  Zeit,  der  Geduld  und  des  Glückes.

Englische  Handelsschiffe  sind  vorwiegend  darum  aufgebracht  worden,  weil  sie  den  Instruktionen  der  Admiralität
  zuwiderhandelten.  Die  Anzahl  der  verloren  gegangenen  Schiffe  ist  im  Verhältnis  zur  Gesamtzahl
viel  geringer,  als  man  vor  dem  Kriege  gefürchtet  hatte;  nur  39  von  4000  englischen  auf  großer  Fahrt  wurden
vom  Feinde  versenkt,  also  eines  vom  Hundert.  Die  Versicherungsprämie  für  die  Schiffsladung,    die  beim  Beginn
der  Feindseligkeiten  fünf  vom  hundert  betragen  hat,  steht  jetzt  auf  zwei  vom  Hundert.

Petersburg  wird  befestigt.  Die  Heeresleitung  gibt  durch  Straßenplakate  bekannt,  daß  dies  nur  aus
Vorsicht  geschehe  und  zu  irgend  welcher  Beunruhigung  keine  Veranlassung  vorliege.

Die  deutsche  Regierung  hat  in  einer  Denkschrift  über  die  Stellung  Englands  und  Frankreichs  zu  der
Londoner  Seekriegsrechts-Erklärung  gegen  die  fortdauernden  Verletzungen  der  als  Seekriegsrecht  anerkannten
Bestimmungen  Verwahrung  eingelegt.

Die  skandinavischen  Regierungen  ließen  den  englischen  leitenden  Zeitungen  durch  ihre  Handelskammern
einen  Protest  gegen  die  englischen  Pressebeschuldigungen,  daß  Skandinavien  Petroleum,  Getreide  und  Kohlen
nach  Deutschland  liefere,  zugehen.

Wie  der  Ostasiatische  Lloynd  aus  Tsingtau  am  26.  August  meldete,  ist  dort  folgendes  Telegramm  aus
Berlin  eingetroffen:

Für  Tsingtau  und  Kreuzergeschwader!
Gott  mit  In  dem  bevorstehenden  schweren  Kanpf  gedenke  ich  Euer!  Wilhelm  J.  R.

Im  Serajewoer  Hochverrats=  und  Mordprozeß  ist  folgendes  Plaidoyer  gehalten  worden:  Der  Staatsanwalt
  faßte  die  Hauptergebnisse  der  Verhandlungen  zusammen:  Diese  ergab  den  unwiderleglichen  Beweis,
daß  seine  selbständige  Existenz  Serbien  und  seine  vielfachen  Gebietserweiterungen  hauptsächlich  der  österreichisch-ungarischen
  Monarchie  verdanke,  und  dieses  Entgegenkommen  nur  mit  Haß  vergalt,  aufgestachelt
durch  das  despotische  Zarenreich,  das  Serbien  zu  seinen  eigenen  Zwecken  gegen  Österreich-Ungarn  als  Werkzeug
  benutzte,  in  Größenwahn  verfallen  sei,  im  Süden  unter  den  Slaven  dieselbe  Rolle  zu  spielen,  wie  Rußland
  im  Norden.  Von  diesem  größenwahnsinnigen  Gedanken  erfüllt,  scheute  die  serbische  Regierung  keine
Mittel,  um  unter  dem  Deckmanktel  der  südslavischen  Einheit  alle  von  den  Südslaven  bewohnten  Gebiete  der
Monarchie  und  zwar  in  ersier  Linie  Bosnien  und  Herzegowina  mit  Serbien  zu  vereinen.  Serbische  Minister,
  ja  selbst  der  Thronfolger  seien  erwiesenermaßen  mit  den  gegen  die  leitenden  Staatsmänner  der  Monarchie,
ja  somit  den  gegen  den  Erzherzog  gedungenen  Mördern  in  persönliche  Berührung  getreten.  Das  übrige  tat,
als  Werkzeug  der  serbischen  Regierung  der  Verein  Narodna  Obdrana,  der  alle  Schichten  der  südslavischen
Gesellschaft  der  Monarchie  vergiftet  und  die  kulturellen,  wirtschaftlichen  und  finanziellen  Vereine  von  Bosnien
und  Herzegowina  gewonnen  habe,  die  ihm  als  Werkzeuge  und  Mittel  für  die  Wühlarbeit  der  großserbischen
Propaganda  und  des  Hochverrats  gegen  die  Monarchie  dienten.  Die  serbische  Regierung  versah  die  gedungenen
Mörder  mit  Geld  und  Waffen.  Der  Staatsanwalt  beantragte  schließlich  die  Bestrafung  der  Angeklagten
im  Sinne  der  Anklageschrift.

Hans  plaudert:

Der  Aufruf  für  das  Rote  Kreuz  in  Hamburg  erbrachte  bis  heute  1  930  977.87  Mark.

Der  Aufruf  für  die  Hamburgische  Kriegshilfe  erbrachte  die  Summe  von  2  616  137.22  Mark.

Für  beide  Sammlungen  für  die  große  Handelsstadt  Hamburg  viel  zu  wenig.  Mit  diesen  im  Verhältnis
  kleinen  Summen  kann  den  Ansprüchen,  welche  an  die  beiden  Institute  gestellt  werden,  nicht  in  vollem  Maße
gedient  sein.  Es  scheint  eine  gewisse  Erschlaffung  in  den  Reihen  der  Sammler  und  der  Geber  eingetreten  zu
sein.  Auch  hierin  dürfte  eine  teilweise  Ablösung  oder  Ergänzung  und  Erneuerung  der  damit  betrauten  Kräfte

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