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schwand  auch  das  zum  Eisenbahnbau  überhaupt.  Eın  Teil  der
bisher  spekulierenden  Bürger,  eingeschüchtert  durch  das  letzte
scharfe  Gesetz,  verliess  die  Börse;  ebenso  verhielten  sich  die
Kaufleute,  die  keine  Geschäfte  machen  wollten,  denen  der  Staat
seinen  rechtlichen  Schutz  versagte.e.  Ein  anderer  Teil  blieb.
Hierzu  gehörten  nicht  etwa  nur  die  gewerbsmässigen  Spekulanten,
sondern  auch  diejenigen,  die  sich  mit  ıhrem  Vermögen  derart
engagiert  hatten,  dass  sie  sich  ohne  grosse  Verluste  nicht  zurückzıehen
  konnten.

Nunmehr  gesellten  sich  zu  den  Klagen  der  Gutsbesitzer  und
Gewerbetreibenden  über  Geldmangel  noch  die  der  Börse.  Wenn
auch  früher  das  Geld  an  der  Börse  nicht  gerade  im  Überfluss  vorhanden
  gewesen  war,  so  war  doch  dieser  Mangel  nicht  so  sehr
hervorgetreten,  da  die  Börse  früher  über  Kredit  verfügt  hatte,
der  jetzt  gleichzeitig  mit  dem  erschütterten  Vertrauen  zum
Aktiengeschäft  schwand.  Die  Zeitgeschäfte  blühten  ruhig  weiter,
aber  auch  der  Geldmangel  nahm  mehr  und  mehr  zu,  so  dass
schliesslich  eine  förmliche  Geldklemme  herrschte.

Dieser  Geldmangel,  dessen  Veranlassung  hauptsächlich  in
dem  wirtschaftlichen  Aufschwunge  und  in  den  zahlreichen  Eisenbahngründungen
  lag,  war  der  Anstoss  zur  Bankreform.  Die  vorhandenen
  Zahlungsmittel  litten,  abgesehen  von  ihrer  geringen
Menge,  noch  an  dem  Übelstande,  dass  sie  wegen  ihrer  Grösse
—  ın  Preussen  herrschte  die  Silberwährung  —  für  grössere
Zahlungen  ungeeignet  waren.  Da  das  Papiergeld  ausserdem  auch
nicht  sehr  häufig  war,  richtete  sich  das  private  Interesse  vornehmlich
  auf  die  Gründung  von  Notenbanken,  wie  sie  in  den  benachbarten
  Staaten  schon  bestanden.

Auch  in  Preussen  hatte  es  schon  Notenbanken  gegeben,  nämlich
  die  Königliche  Bank  (1765)  und  die  ritterschaftliche  Privatbank
  von  Pommern  (1824).  Beide  bestanden  noch,  hatten  aber,
wıe  oben  näher  ausgeführt,  im  Jahre  1836  die  Notenausgabe  einstellen
  müssen.  Darüber,  dass  nur  eine  Wiederaufnahme  der
Notenemission  den  augenblicklichen  schlechten  Geldverhältnissen
abhelfen,  sowie  Handel  und  Industrie  neu  beleben  konnte,
herrschte  Einstimmigkeit.  Die  Frage  war  nun  die,  sollte  die
Wiederausgabe  von  Noten  durch  die  alte  Königliche  Bank  oder
Privatzettelbanken  erfolgen?  Hierüber  waren  die  Ansichten  sehr
geteilt,  und  es  bildeten  sich  schliesslich  zweı  Parteien.

Die  eine  Partei  forderte  die  gänzliche  Abschaffung  der  Königlichen
  Bank  und  befürwortete  die  Errichtung  von  grossen  Aktienzettelbanken
  mit  möglichst  freier  Bewegung  und  starker  Zetielemission.
  Eniweder  sollte  eine  grosse  Landeszettelbank  mit
Filialen  in  den  Provinzen  oder  eın  System  von  mehreren  kleineren
selbständigen  Zettelbanken  gegründet  werden.

Die  andere  Partei  ging  weniger  schar[  vor.  Zwar  erachtete
auch  sie  das  Fortbestehen  der  Königlichen  Bank  für  bedenklich,