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Thlrn.,  hielt  sich  also  schon  beim  Beginn  der  Tätigkeit  der
Preussischen  Bank  noch  keine  4  Millionen  unter  der  ıhr  gesteckten
Maximalgrenze.  Veranlasst  wurde  die  starke  Notenausgabe  auch
noch  durch  den  niedrigen  Diskontsatz,  der  anfänglich  41%  %,
dann  4%  betrug,  während  an  den  ausländischen  Geldmärkten
ein  ungewöhnlich  hoher  Diskontsatz  herrschte.  Die  Noten  fanden
überall  und  zwar  nıcht  nur  im  Inlande,  sondern  auch  im  Auslande
  —  als  solches  wurden  damals  die  benachbarten  deutschen
Staaten  angesehen  —  eine  sehr  bereitwillige  Aufnahme.  Nirgends
wurde  ein  Zurückkehren  zur  baren  Einlösung  in  auffallenden  Beträgen
  bemerkt.  Abgesehen  von  der  Verminderung  der  Depositenkapitalien
  im  Laufe  des  ersten  Geschäftsjahres  kann  dieses  nur
als  ein  günstiges  für  die  Bank  bezeichnet  werden.

Nachdem  in  den  letzten  Monaten  des  Jahres  1847  die  Handelskrıse
  ın  England,  Holland,  Frankreich  und  Süddeutschland  zu
weichen  begonnen  hatte,  schienen  sich  für  das  neue  Jahr  in  geschäftlicher
  Hinsicht  gute  Aussichten  zu  bieten.  Die  hierauf
gesetzten  Hofinungen  wurden  aber  gleich  am  Anfange  des  Jahres
zerstört,  zunächst  durch  die  Februarrevolution  in  Paris,  dann  aber
ın  der  Hauptsache  durch  die  politischen  Umwälzungen  in  Deutschland.
  Letztere  hatten  einen  vollständigen  Umsturz  aller  bestehenden
  Verhältnisse  zur  Folge.  Das  öffentliche  wıe  das  Privatvertrauen
  schwand  derartig,  dass  Handel,  Industrie  und  Gewerbe
ins  Stocken  gerieten.  Nicht  nur  kleine  Geschäfte,  auch  angesehene
Bankiers,  Handelshäuser  und  Fabrikanten  mussten  ıhre  Zahlungen
einstellen,  trotzdem  sich  die  Bank  bemühte,  durch  Unterstützungen,
  die  sie  noch  ım  Frühjahre  einzelnen  Bankiers  zuteil
werden  liess,  dieses  nach  Möglichkeit  zu  verhindern.

Zu  den  schwierigen  innerpolitischen  Verhältnissen  kamen
noch  äussere  Verwicklungen  durch  den  Krieg  mit  Dänemark.
Wenn  auch  preussische  und  andere  Bundestruppen  in  kurzer  Zeit
Schleswig  und  Holstein  besetzten,  so  wurde  doch  der  Handel  der
Ostseestädte  durch  die  teilweise  Blockade  der  Häfen  schwer  geschädigt.
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Al’  diese  Ereignisse  übten  eine  Rückwirkung  auf  die
Preussische  Bank  aus.  In  den  Vorjahren  war  die  Geldanlage  der
Bank  im  allgemeinen  im  Frühjahr  zurückgegangen,  in  diesem
Jahre  wuchs  sie  vom  1.  März  bis  zum  15.  April  um  5  Millionen,
  während  gleichzeitig  eine  Zurückziehung  von  2  Mill.
Depositenkapitalien  eintrat.  Der  Grund  hierfür  lag  nicht  allein
in  der  unsicheren  politischen  Lage,  sondern  zum  grossen  Teile
auch  ın  dem  Anwachsen  des  Zinsfusses,  das  eine  nutzbringendere
  und  doch  sichere  Anlage  der  zurückgezogenen  Kapitallen
  möglich  machte.  Hierzu  kam  schliesslich  noch  die
Realisation  von  800  000  Thlrn.  Banknoten.  An  sich  war  das  Zurückströmen
  der  Noten  zur  baren  Einlösung,  das  hauptsächlich
bei  der  Hauptbank,  in  Westfalen  und  in  der  Rheinprovinz  statt-